Poisson-Verteilung-Rechner
Der Poisson-Verteilung-Rechner gibt zur durchschnittlichen Anzahl λ die Wahrscheinlichkeit für k Ereignisse an. Beispiel: Kommen im Schnitt 3 Anrufe pro Minute, sind genau 2 Anrufe mit 22,4 % wahrscheinlich.
Beispiel: Rate λ (Erwartungswert) 3 · Gesucht ist die Wahrscheinlichkeit für …: genau k Ereignisse: P(X = k) · Anzahl k 2 → Wahrscheinlichkeit: P(X = 2) = 22,404 %. Quelle: 1.3.6.6.19, NIST/SEMATECH e-Handbook – Poisson-Verteilung (englisch). Stand: .
So wird gerechnet
Die Poisson-Verteilung beschreibt, wie oft ein seltenes Ereignis in einem festen Zeitraum oder Raum auftritt, wenn es im Schnitt λ-mal vorkommt und die Ereignisse unabhängig voneinander sind. Typische Fälle: Anrufe pro Minute, Tore pro Spiel, Tippfehler pro Seite, Schäden pro Jahr.
Die Formel
P(X = k) = λk · e−λ / k!. Erwartungswert und Varianz sind beide gleich λ. Für „höchstens k“ addiert man die Einzelwahrscheinlichkeiten von 0 bis k; „mindestens k“ ist 1 minus „höchstens k − 1“.
Beispiel
Ein Callcenter erhält im Schnitt 3 Anrufe pro Minute (λ = 3). Genau 2 Anrufe: 3² · e⁻³ / 2! = 0,2240, also 22,4 %. Mindestens 5 Anrufe: 1 − P(X ≤ 4) = 0,1847, also 18,5 %. Die Wertetabelle zeigt alle Einzel- und Summenwahrscheinlichkeiten rund um den Erwartungswert.
Wann passt die Poisson-Verteilung?
- Die Ereignisse treten einzeln und unabhängig auf.
- Die durchschnittliche Rate ist über den Zeitraum konstant.
- Mehrere Ereignisse zugleich sind praktisch ausgeschlossen.
- Als Näherung der Binomialverteilung bei großer Versuchszahl n und kleiner Wahrscheinlichkeit p mit λ = n · p.
Für Wahrscheinlichkeiten mit festem n und p nutzen Sie den Rechner „Wahrscheinlichkeit berechnen“ (Binomial), für Messwerte mit Glockenkurve den Normalverteilung-Rechner.
Häufige Fragen
Wie berechnet man die Poisson-Wahrscheinlichkeit?
Mit P(X = k) = λ^k · e^(−λ) / k!. Sie brauchen nur die durchschnittliche Rate λ und die gewünschte Anzahl k. Für „höchstens“ oder „mindestens“ werden die Einzelwahrscheinlichkeiten addiert.
Was bedeutet λ bei der Poisson-Verteilung?
λ (Lambda) ist die durchschnittliche Anzahl der Ereignisse im betrachteten Zeitraum oder Gebiet. Sie ist zugleich Erwartungswert und Varianz der Verteilung.
Wie berechne ich „mindestens k“?
Mindestens k ist das Gegenteil von „höchstens k − 1“: P(X ≥ k) = 1 − P(X ≤ k − 1). Der Rechner summiert dafür die Einzelwahrscheinlichkeiten ohne Rundungsverlust.
Wann nimmt man Poisson statt Binomialverteilung?
Wenn die Zahl der Versuche sehr groß und die Einzelwahrscheinlichkeit sehr klein ist (Faustregel: n ≥ 50 und p ≤ 0,1) oder wenn es gar keine feste Versuchszahl gibt, sondern nur eine Rate pro Zeit.
Kann ich die Poisson-Verteilung für Fußballtore benutzen?
Als einfaches Modell ja: Mit der durchschnittlichen Torzahl je Spiel als λ erhalten Sie die Wahrscheinlichkeit für 0, 1, 2 … Tore. Es ist eine Näherung und keine Vorhersage.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- 1.3.6.6.19: NIST/SEMATECH e-Handbook – Poisson-Verteilung (englisch)
- DLMF §8: NIST Digital Library of Mathematical Functions – unvollständige Gammafunktion (englisch)
- Wikipedia – Poisson-Verteilung (englisch)
Stand: · So prüfen wir
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