ANOVA Rechner
Der ANOVA Rechner prüft, ob sich die Mittelwerte von zwei oder mehr Gruppen unterscheiden. Tragen Sie je Gruppe eine Zeile mit Messwerten ein; Sie erhalten F-Wert, p-Wert, ANOVA-Tabelle und die Effektstärke η². Beispiel: Drei Gruppen mit Mittelwerten 5, 9 und 10 ergeben F = 9,26 und p = 0,0024.
Quelle: 7.4.3, NIST/SEMATECH e-Handbook – Einfaktorielle ANOVA (englisch). Stand: .
So wird gerechnet
Die einfaktorielle Varianzanalyse (ANOVA) prüft, ob sich die Mittelwerte von drei oder mehr Gruppen unterscheiden, ohne mehrere t-Tests zu rechnen. Sie vergleicht die Streuung zwischen den Gruppen mit der Streuung innerhalb der Gruppen. Ist der Unterschied zwischen den Gruppen deutlich größer als das „Rauschen“ innerhalb, wird F groß und p klein.
So rechnet die ANOVA
- Quadratsummen: SS zwischen = Σ nᵢ · (x̄ᵢ − x̄)², SS innerhalb = Σ (x − x̄ᵢ)².
- Mittlere Quadrate: MS = SS / df mit df₁ = k − 1 und df₂ = N − k.
- F-Wert: F = MS zwischen / MS innerhalb.
- p-Wert: Wahrscheinlichkeit eines so großen F, wenn alle Gruppen denselben Mittelwert haben (F-Verteilung).
Beispiel
Drei Gruppen mit je sechs Werten haben die Mittelwerte 5, 9 und 10. Die Rechnung ergibt F(2; 15) = 9,26 und p = 0,0024. Da p unter 0,05 liegt, unterscheiden sich die Mittelwerte signifikant. η² = 0,55: Rund 55 % der Gesamtstreuung gehen auf die Gruppenzugehörigkeit zurück.
Voraussetzungen
- Unabhängige Messungen, jede Person oder Einheit nur in einer Gruppe.
- Annähernd normalverteilte Werte je Gruppe (bei ähnlich großen Gruppen unproblematisch).
- Ähnliche Streuung in allen Gruppen; bei großen Unterschieden ist die Welch-ANOVA besser.
Was nach einem signifikanten Ergebnis?
Die ANOVA sagt nur, dass sich irgendwelche Mittelwerte unterscheiden, nicht welche. Dafür folgen Post-hoc-Tests wie Tukey-HSD oder paarweise t-Tests mit Korrektur. Die Effektstärke η² zeigt, wie bedeutsam der Unterschied ist (ab etwa 0,01 klein, 0,06 mittel, 0,14 groß).
Häufige Fragen
Wann benutzt man eine ANOVA?
Wenn die Mittelwerte von drei oder mehr unabhängigen Gruppen verglichen werden sollen, zum Beispiel drei Lehrmethoden oder vier Düngersorten. Bei zwei Gruppen reicht ein t-Test; die ANOVA liefert dann dasselbe Ergebnis.
Wie liest man den p-Wert der ANOVA?
Er gibt an, wie wahrscheinlich ein so großer Unterschied zwischen den Gruppen wäre, wenn in Wahrheit alle Mittelwerte gleich sind. Liegt p unter dem Niveau α (meist 0,05), gilt der Unterschied als signifikant.
Was bedeutet η² (Eta-Quadrat)?
Es ist der Anteil der Gesamtstreuung, den die Gruppenzugehörigkeit erklärt (SS zwischen / SS gesamt). Als Faustregel: 0,01 klein, 0,06 mittel, 0,14 groß.
Welche Gruppe unterscheidet sich denn nun?
Das zeigt erst ein Post-hoc-Test wie Tukey-HSD oder Bonferroni-korrigierte t-Tests. Die ANOVA selbst weist nur nach, dass mindestens ein Unterschied besteht.
Was tun bei ungleichen Varianzen?
Dann ist die Welch-ANOVA robuster. Der Rechner weist darauf hin, wenn die größte Standardabweichung mehr als doppelt so groß ist wie die kleinste.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- 7.4.3: NIST/SEMATECH e-Handbook – Einfaktorielle ANOVA (englisch)
- 1.3.6.6.5: NIST/SEMATECH e-Handbook – F-Verteilung (englisch)
- Wikipedia – Varianzanalyse und Effektstärke η² (englisch)
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