Chi Quadrat Test Rechner
Der Chi Quadrat Test Rechner prüft, ob zwei Merkmale zusammenhängen (Unabhängigkeitstest) oder ob Häufigkeiten zu einer erwarteten Verteilung passen. Tragen Sie die Tabelle ein; Beispiel 2 × 2 mit 30/20 und 15/35 ergibt χ² = 9,09 und p = 0,0026.
Quelle: 1.3.6.6.6, NIST/SEMATECH e-Handbook – Chi-Quadrat-Verteilung (englisch). Stand: .
So wird gerechnet
Der Chi-Quadrat-Test vergleicht beobachtete mit erwarteten Häufigkeiten. Als Unabhängigkeitstest zeigt er, ob zwei Merkmale (etwa Geschlecht und Produktwahl) zusammenhängen; als Anpassungstest prüft er, ob eine Verteilung zu einer Vorgabe passt (etwa ob ein Würfel fair ist).
So rechnet der Test
- Erwartete Häufigkeit je Zelle: E = Zeilensumme · Spaltensumme / Gesamtzahl (Unabhängigkeit) bzw. n · Soll-Anteil (Anpassung).
- Prüfgröße: χ² = Σ (O − E)² / E, die Summe über alle Zellen.
- Freiheitsgrade: (Zeilen − 1) · (Spalten − 1) bzw. Kategorien − 1.
- p-Wert: Wahrscheinlichkeit, ein so großes χ² zufällig zu erhalten, wenn die Nullhypothese stimmt. Ist p kleiner als α (meist 5 %), gilt das Ergebnis als signifikant.
Beispiel
Von 50 Personen der Gruppe A kaufen 30, von 50 der Gruppe B nur 15. Erwartet wären je 22,5 und 27,5. χ² = 9,09 bei 1 Freiheitsgrad, p = 0,0026 – der Unterschied ist signifikant. Cramér-V = 0,30 zeigt einen mittleren Zusammenhang.
Voraussetzungen und Grenzen
- Es müssen absolute Häufigkeiten sein (keine Prozente) und jede Person darf nur einmal vorkommen.
- Die erwarteten Häufigkeiten sollten überwiegend mindestens 5 betragen. Sonst Kategorien zusammenfassen, bei 2 × 2 den exakten Fisher-Test verwenden.
- Die Yates-Korrektur (nur 2 × 2) verkleinert χ² etwas und gilt als konservativ; beide Werte werden angezeigt.
- Ein signifikanter Test sagt nichts über Ursache und Größe: Dafür dienen Cramér-V und die Residuen (große Beträge ab etwa 2 zeigen die auffälligen Zellen).
Häufige Fragen
Wie berechnet man den Chi-Quadrat-Test?
Zuerst die erwarteten Häufigkeiten bestimmen (Zeilensumme · Spaltensumme / Gesamtzahl), dann je Zelle (O − E)² / E berechnen und alles addieren. Das Ergebnis χ² wird mit der Chi-Quadrat-Verteilung (Freiheitsgrade = (Zeilen − 1) · (Spalten − 1)) in einen p-Wert umgerechnet.
Was sagt der p-Wert beim Chi-Quadrat-Test?
Er gibt an, wie wahrscheinlich ein mindestens so großer Unterschied zwischen beobachteten und erwarteten Häufigkeiten wäre, wenn es in Wahrheit keinen Zusammenhang gäbe. Ein p unter dem Niveau α (z. B. 0,05) spricht gegen die Nullhypothese.
Wann benutzt man die Yates-Korrektur?
Bei einer 2 × 2-Tabelle mit kleinen Häufigkeiten. Sie zieht von jedem Abstand |O − E| den Wert 0,5 ab und macht den Test vorsichtiger. Bei großen Stichproben ist der Unterschied gering.
Was ist Cramér-V?
Ein Maß für die Stärke des Zusammenhangs zwischen 0 (kein Zusammenhang) und 1 (vollständig): V = √(χ² / (n · min(Zeilen − 1, Spalten − 1))). Als Faustregel bei 2 × 2: 0,1 schwach, 0,3 mittel, 0,5 stark.
Was tun, wenn erwartete Häufigkeiten kleiner als 5 sind?
Benachbarte Kategorien zusammenlegen oder mehr Daten erheben. Bei einer 2 × 2-Tabelle ist der exakte Test nach Fisher die bessere Wahl.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- 1.3.6.6.6: NIST/SEMATECH e-Handbook – Chi-Quadrat-Verteilung (englisch)
- 1.3.5.15: NIST/SEMATECH e-Handbook – Chi-Quadrat-Test auf Unabhängigkeit/Anpassung (englisch)
- Wikipedia – Cramérs V (englisch)
Stand: · So prüfen wir
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