Wettkampfzeit-Rechner (Riegel-Formel)
Geben Sie eine aktuelle Wettkampf- oder Testzeit ein. Der Rechner schätzt nach der Formel von Peter Riegel (1981), welche Zeit auf anderen Distanzen realistisch ist.
So wird gerechnet
Die Formel von Riegel
Der Ingenieur Peter Riegel hat 1981 Weltrekorde verschiedener Distanzen ausgewertet (American Scientist 69, S. 285–290). Die Zeit wächst etwas stärker als die Strecke:
T2 = T1 × (D2 ÷ D1)1,06
T1 ist Ihre Zeit auf der Strecke D1, T2 die geschätzte Zeit auf der Strecke D2. Der Exponent 1,06 bildet ab, dass man über längere Strecken langsamer wird.
Rechenbeispiel
10 km in 50:00 (3.000 s). Für den Marathon: 42,195 ÷ 10 = 4,2195; 4,21951,06 = 4,6002; 3.000 s × 4,6002 = 13.800,6 s ≈ 3:50:01 (5:27 min/km). Für den Halbmarathon: 2,109751,06 = 2,2064; 3.000 s × 2,2064 ≈ 1:50:19. Für 5 km: 0,51,06 = 0,4796 → 23:59.
Wie genau ist die Prognose?
- Gültigkeitsbereich: Riegel nennt Laufzeiten von etwa 3,5 Minuten bis rund 230 Minuten. Darüber hinaus weicht die Kurve ab.
- Training: Eine gute 10-km-Zeit ergibt nur dann eine realistische Marathonzeit, wenn auch die langen Läufe trainiert sind. Viele Freizeitläufer sind im Marathon langsamer als prognostiziert.
- Bedingungen: Hitze, Höhenmeter und Tagesform verändern das Ergebnis.
Die Werte sind eine Schätzung, keine Garantie, und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Häufige Fragen
Wie funktioniert die Riegel-Formel?
Die bekannte Zeit wird mit dem Streckenverhältnis hoch 1,06 multipliziert: T2 = T1 × (D2 ÷ D1)1,06. Bei doppelter Strecke wird die Zeit also um den Faktor 21,06 ≈ 2,085 länger.
Welche Marathonzeit ist mit 50 Minuten auf 10 km möglich?
Nach Riegel etwa 3:50 Stunden. Das setzt ein marathontaugliches Training mit langen Läufen voraus.
Welche Zeit sollte ich als Grundlage nehmen?
Am besten eine aktuelle Wettkampfzeit auf einer Strecke, die der Zielstrecke möglichst nahe liegt – für den Marathon eher ein Halbmarathon als ein 5-km-Lauf.
Warum ist meine echte Marathonzeit langsamer als die Prognose?
Die Formel beruht auf Rekordleistungen. Freizeitläufern fehlen oft Ausdauertraining und Erfahrung für sehr lange Strecken; ab etwa vier Stunden Laufzeit wird die Formel zudem ungenauer.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- T2 = T1 × (D2/D1)^1.06: Riegel PS (1981): Athletic Records and Human Endurance. American Scientist 69(3), 285–290 (PubMed 7235349)
- World Athletics Competition Rules: World Athletics – Book of Rules (Competition Rules, road races: half marathon 21.0975 km, marathon 42.195 km)
Stand:
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