Taille-Größe-Verhältnis – WHtR berechnen

Das Taille-Größe-Verhältnis (englisch Waist-to-Height Ratio, WHtR) teilt Ihren Taillenumfang durch Ihre Körpergröße. Der Rechner zeigt den Wert, ordnet ihn nach der NICE-Leitlinie ein und nennt die Taillenweite, die einem Verhältnis von 0,5 entspricht.

Beispiel: Maßeinheit: Zentimeter (cm) · Taillenumfang 85 cm · Körpergröße 175 cm → Taille-Größe-Verhältnis (WHtR): 0,49. Quelle: NICE NG246, NICE NG246 (2025): Overweight and obesity management – Rationale and impact (Waist-to-height ratio: 0,5 bis 0,59 erhöhtes, ab 0,6 weiter erhöhtes Risiko). Stand: .

cm
Mitte zwischen unterem Rippenbogen und Beckenkamm, nach dem Ausatmen.
cm
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Ergebnis

Taille-Größe-Verhältnis (WHtR)
0,49
Einstufung
0,4 bis 0,49: unter dem Grenzwert von 0,5, nach der NICE-Leitlinie kein Hinweis auf erhöhte Risiken durch Bauchfett.
Taille bei Verhältnis 0,5
Eine halbe Körpergröße: 87,5 cm
Abstand zu diesem Wert
Ihre Taille liegt 2,5 cm unter diesem Wert.
Gemessen wird nach der WHO-Anleitung in der Mitte zwischen unterem Rippenbogen und Beckenkamm, nach dem Ausatmen, ohne den Bauch einzuziehen; die Körpergröße ohne Schuhe. Das Verhältnis ist ein Orientierungswert für Erwachsene, keine Diagnose. Es ergänzt Größen wie den BMI und ersetzt keine Untersuchung. Das Ergebnis ist eine Schätzung und ersetzt keine ärztliche oder ernährungsfachliche Beratung.

So wird gerechnet

So wird das Taille-Größe-Verhältnis berechnet

WHtR = Taillenumfang ÷ Körpergröße, beide in derselben Einheit. Beispiel: 85 cm Taille bei 175 cm Größe ergeben 85 ÷ 175 = 0,49. Weil Zähler und Nenner dieselbe Einheit haben, ist das Ergebnis in Zentimetern und Zoll gleich.

Als einfache Merkregel gilt: Die Taille sollte kleiner sein als die halbe Körpergröße. Bei 175 cm sind das 87,5 cm.

Taille-Größe-Verhältnis berechnen – so geht's

  1. Taillenumfang messen: Maßband in der Mitte zwischen unterem Rippenbogen und Beckenkamm anlegen, locker ausatmen.
  2. Körpergröße ohne Schuhe eintragen.
  3. Wert, Einstufung und die Taille bei Verhältnis 0,5 ablesen.

Einstufung nach NICE

WHtRBedeutung
unter 0,4ungewöhnlich niedrig, kann auf Untergewicht hindeuten
0,4 bis 0,49unter dem Grenzwert von 0,5
0,5 bis 0,59erhöhte Gesundheitsrisiken
0,6 und mehrweiter erhöhtes Risiko

Die englische NICE-Leitlinie zu Übergewicht und Adipositas (NG246, 2025) nennt für alle Ethnien und beide Geschlechter einen Grenzwert um 0,5; 0,5 bis 0,59 entspricht erhöhten Risiken, ab 0,6 steigen sie weiter. Die Einstufung unter 0,4 folgt der Skala von Ashwell. Die Studienlage zum Grenzwert 0,5 fassen Browning, Hsieh und Ashwell (2010) zusammen.

Warum nicht nur der BMI?

Der BMI sagt nichts über die Fettverteilung. Zwei Menschen mit gleichem BMI können unterschiedlich viel Bauchfett haben. Das Taille-Größe-Verhältnis erfasst Bauchfett direkt und gilt laut NICE auch bei viel Muskelmasse als nützlich. Sinnvoll ist die Kombination beider Werte.

Grenzen

Passend dazu: Gewicht und Größe ordnet der BMI-Rechner ein, den Fettanteil schätzt der Körperfett-Rechner, ein Gewichtsbereich zeigt der Idealgewicht-Rechner.

Häufige Fragen

Welches Taille-Größe-Verhältnis ist gesund?

Nach der NICE-Leitlinie liegt der Grenzwert bei 0,5: Die Taille sollte kleiner sein als die halbe Körpergröße. Von 0,5 bis 0,59 sind Gesundheitsrisiken erhöht, ab 0,6 steigen sie weiter.

Wie misst man den Taillenumfang richtig?

Nach der WHO-Anleitung in der Mitte zwischen unterem Rippenbogen und Beckenkamm, am Ende einer normalen Ausatmung, mit anliegendem, aber nicht einschnürendem Maßband.

Gilt das Taille-Größe-Verhältnis für Frauen und Männer gleich?

Ja. Der Grenzwert von 0,5 gilt nach NICE für beide Geschlechter und für alle Ethnien. Das ist ein Vorteil gegenüber dem reinen Taillenumfang.

Wie viel Taille muss ich verlieren, um 0,5 zu erreichen?

Der Rechner nennt die Taille bei 0,5 (halbe Körpergröße) und den Abstand dazu in Zentimetern.

Ist das Taille-Größe-Verhältnis besser als der BMI?

Es ergänzt ihn: Der BMI sagt nichts über die Fettverteilung. Studien sehen das Verhältnis teils als aussagekräftiger für Herz-Kreislauf-Risiken, ein Ersatz für ärztliche Untersuchung ist keines von beiden.

Quellen und Rechtsgrundlagen

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