Binaurale Beats erzeugen

Jedes Ohr bekommt einen eigenen Sinuston, die beiden unterscheiden sich um wenige Hertz. Im Kopf entsteht daraus eine langsame Schwebung – der binaurale Beat. Das funktioniert nur mit Kopfhörern.

🎧 Nur mit Kopfhörern hörbar – über Lautsprecher mischen sich die Töne.

Links197 Hz

Schwebung6 Hz

Rechts203 Hz

Bereit – Kopfhörer aufsetzen und leise beginnen.

Leise beginnen und die Lautstärke nur so weit erhöhen, dass es angenehm bleibt.

Hörst du „links“ im linken Ohr und „rechts“ im rechten? Sonst Kopfhörer drehen.

Die Töne entstehen im Browser – gespeichert werden nur deine Einstellungen.

Ergebnis

So wird gerechnet

So funktioniert es

  1. Kopfhörer aufsetzen und mit dem Kopfhörer-Test prüfen, ob links und rechts stimmen.
  2. Trägerfrequenz wählen (die mittlere Tonhöhe) und die Differenz zwischen beiden Ohren.
  3. Optional eine Dauer einstellen – am Ende wird der Ton sanft ausgeblendet.
  4. „Abspielen“ drücken und die Lautstärke langsam anheben.

Beispiel: Träger 200 Hz und Differenz 6 Hz ergeben links 197 Hz und rechts 203 Hz.

Was ist ein binauraler Beat?

Hört jedes Ohr getrennt einen etwas anderen Ton, nimmt man eine Schwebung mit der Differenzfrequenz wahr – beschrieben von Gerald Oster 1973 in Scientific American. Laut der Übersichtsarbeit von Ingendoh und Kollegen (PLOS ONE 2023) entsteht der Effekt im Bereich von etwa 1 bis 30 Hz Differenz, nur wenn beide Töne höchstens rund 1000 Hz haben, und er ist um etwa 400 Hz am deutlichsten. Das Werkzeug begrenzt die Einstellungen deshalb auf diese Bereiche.

Was die Forschung sagt

Oft wird behauptet, binaurale Beats würden die Hirnwellen auf ihre Frequenz „einstimmen“. Die genannte systematische Übersicht hat 14 EEG-Studien dazu ausgewertet: fünf fanden Ergebnisse, die zu dieser Annahme passen, acht widersprachen ihr, eine war gemischt. Die Autoren sprechen von insgesamt widersprüchlichen Befunden. Dieses Werkzeug verspricht deshalb keine Wirkung auf Schlaf, Konzentration oder Stimmung – es erzeugt die Töne, nicht mehr.

Hinweise

Nicht beim Autofahren oder bei Tätigkeiten nutzen, die Aufmerksamkeit erfordern. Die WHO nennt als Richtwert, dass man bei durchschnittlich 80 dB bis zu 40 Stunden pro Woche sicher hören kann – leiser ist besser. Wer Beschwerden hat, sollte ärztlichen Rat einholen statt auf Töne zu setzen.

Häufige Fragen

Brauche ich wirklich Kopfhörer?

Ja. Der Effekt entsteht nur, wenn jedes Ohr seinen eigenen Ton getrennt hört. Über Lautsprecher mischen sich beide Töne schon in der Luft.

Helfen binaurale Beats beim Einschlafen oder Lernen?

Das ist nicht gesichert. Eine systematische Übersicht (PLOS ONE 2023) fand zur Hirnwellen-Wirkung widersprüchliche Ergebnisse. Das Werkzeug macht daher keine Wirkversprechen.

Welche Trägerfrequenz ist sinnvoll?

Beide Töne müssen unter etwa 1000 Hz liegen, am deutlichsten hört man den Effekt um 400 Hz. Tiefere Träger kannst du nach Geschmack wählen.

Wie groß darf die Differenz sein?

Etwa 1 bis 30 Hz. Bei größeren Abständen hört man zwei getrennte Töne statt einer Schwebung; das Werkzeug begrenzt die Differenz daher auf 30 Hz.

Wird etwas gespeichert?

Nur deine Einstellungen, damit du sie wiederfindest und als Link teilen kannst. Die Töne werden live im Browser erzeugt.

Quellen und Rechtsgrundlagen

Stand:

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