E-Auto Ladekosten-Rechner
Akkugröße und Ladestand (oder die geladenen kWh) eingeben, dazu deinen Strompreis zuhause und an der Säule – der Rechner zeigt, was eine Ladung kostet, wie viel Strom inklusive Ladeverlust aus dem Netz kommt und wie viel du beim Laden zuhause sparst.
So wird gerechnet
So rechnet der E-Auto Ladekosten-Rechner
Zuerst ermittelt der Rechner, wie viel Energie im Akku ankommen soll. Entweder trägst du die kWh direkt ein (etwa aus der Lade-App), oder er rechnet sie aus Akkukapazität und Ladestand (SoC, State of Charge):
Energie im Akku = Kapazität × (Ziel-Ladestand − Ladestand vorher) ÷ 100
Beim Laden geht Strom verloren – vor allem im Bordladegerät (Wechselstrom → Gleichstrom), durch Nebenverbraucher im Auto, im Kabel und im Akku selbst. Bezahlt wird aber der Strom, der aus dem Netz kommt. Der Rechner verwendet dieselbe Definition wie die ADAC-Messung: Ladeverlust = Anteil des Netzstroms, der nicht im Akku ankommt. Daraus folgt:
Strombezug = Energie im Akku ÷ (1 − Ladeverlust)
Kosten = Strombezug × Preis pro kWh
Achtung: Energie × (1 + Verlust) ist ungenau, weil sich der Verlust dann auf die Akku-Energie statt auf den Netzbezug bezieht. Bei 36 kWh und 10 % sind es richtig 40,00 kWh, nicht 39,60 kWh.
Rechenbeispiel mit den Standardwerten
Akku 60 kWh, Ladung von 20 % auf 80 %, 10 % Ladeverlust, Beispielpreise 0,30 €/kWh zuhause und 0,60 €/kWh an der Säule:
- Energie im Akku: 60 × (80 − 20) ÷ 100 = 36 kWh
- Strombezug: 36 ÷ (1 − 0,10) = 40 kWh, davon 4 kWh Ladeverlust
- Kosten zuhause: 40 × 0,30 € = 12,00 €, an der Säule: 40 × 0,60 € = 24,00 €
- Ersparnis zuhause: 12,00 €, das sind 50 % der Säulenkosten
- Bei 18 kWh/100 km: 18 ÷ 0,9 = 20 kWh aus dem Netz pro 100 km, also 6,00 € zuhause bzw. 12,00 € an der Säule; die 36 kWh reichen für 36 ÷ 18 × 100 = 200 km
Die Strompreise sind neutrale Beispielwerte, keine Durchschnittspreise. Trag deinen eigenen Arbeitspreis (brutto, pro kWh) und den Preis deines Ladetarifs ein. Grund- oder Monatsgebühren von Ladetarifen und Blockiergebühren rechnet der Rechner nicht ein.
Wie hoch sind Ladeverluste?
Der ADAC hat an fünf aktuellen Modellen gemessen (Ladestand 10–90 %, Akku 20–30 °C): An der 11- bzw. 22-kW-Wallbox lagen die Verluste bei 5,1–7,0 %, an der Haushaltssteckdose bei 12,7–24,2 % und beim PV-Überschussladen mit geringer Leistung bei 8,0–12,8 %. Beim DC-Schnellladen betrugen die Verluste insgesamt 5–15 %, je nachdem, wie viel Energie für das Temperieren des Akkus nötig war. Das US-Energieministerium nennt auf fueleconomy.gov einen Ladewirkungsgrad von oft 84–93 %, also 7–16 % Verlust.
Der Standardwert von 10 % liegt in diesem Bereich. Wer an der Wallbox lädt, kann eher 7 % eintragen, an der Schuko-Steckdose eher 15 %: Dann steigt der Strombezug im Beispiel auf 36 ÷ 0,85 = 42,35 kWh und die Kosten zuhause auf 12,71 €. Der Bordcomputer zeigt die Ladeverluste laut ADAC nicht an.
Verbrauch, Kosten pro 100 km und Reichweite
Trägst du den Verbrauch laut Bordcomputer ein, rechnet der Rechner die Kosten pro 100 km inklusive Ladeverlust (Verbrauch ÷ (1 − Verlust) × Preis) und die Reichweite der geladenen Energie (Energie im Akku ÷ Verbrauch × 100). Der Verbrauch schwankt mit Tempo, Temperatur und Heizung stark – die Reichweite ist daher ein Richtwert.
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Ladekosten meines E-Autos?
Geladene kWh durch (1 − Ladeverlust) teilen und mit dem Strompreis multiplizieren. Beispiel: 36 kWh bei 10 % Verlust sind 40 kWh aus dem Netz, bei 0,30 €/kWh also 12,00 €.
Was kostet es, 50 kWh zu laden?
Bei 10 % Ladeverlust kommen 50 ÷ 0,9 = 55,56 kWh aus dem Netz. Bei 0,40 €/kWh sind das 22,22 €. Ohne Ladeverlust wären es 20,00 € – der Verlust macht also gut 2 € aus.
Wie viel Strom geht beim Laden verloren?
Laut ADAC-Messung 5,1–7,0 % an der 11-/22-kW-Wallbox, 12,7–24,2 % an der Haushaltssteckdose und 5–15 % beim DC-Schnellladen. Das US-Energieministerium nennt einen Ladewirkungsgrad von oft 84–93 %.
Was bedeutet SoC beim E-Auto?
SoC (State of Charge) ist der Ladestand des Akkus in Prozent. Von 20 % auf 80 % zu laden heißt bei 60 kWh nutzbarer Kapazität: 60 × 0,6 = 36 kWh kommen in den Akku.
Wie viel spare ich, wenn ich zuhause statt an der Säule lade?
Die Ersparnis ist Strombezug × (Säulenpreis − Heimpreis). Mit den Beispielwerten 0,30 und 0,60 €/kWh sind es bei 40 kWh 12,00 € pro Ladung, also 50 %.
Welchen Verbrauch soll ich eintragen?
Den Durchschnittswert aus dem Bordcomputer in kWh/100 km. Er enthält keine Ladeverluste – die rechnet der Rechner selbst dazu. Bei 18 kWh/100 km und 10 % Verlust kommen 20 kWh pro 100 km aus dem Netz.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- ADAC – Ladeverluste beim Elektroauto: Messung an Steckdose, PV-Laden, 11-/22-kW-Wallbox und DC-Schnellladen (Stand 06.08.2026, abgerufen 27.09.2026)
- US Department of Energy, fueleconomy.gov – Ladewirkungsgrad „often 84% to 93%“ (englisch, abgerufen 27.09.2026)
Stand:
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