Apgar-Score berechnen

Dieser Rechner zählt den Apgar-Score aus den fünf Kriterien zusammen, nach denen ein Neugeborenes eine und fünf Minuten nach der Geburt beurteilt wird: Hautfarbe, Herzfrequenz, Reflexe, Muskeltonus und Atmung, jeweils mit 0, 1 oder 2 Punkten. Beispiel: Ein Kind mit rosigem Körper, aber blauen Händen und Füßen und sonst voller Punktzahl erreicht 1 + 2 + 2 + 2 + 2 = 9 von 10 Punkten – nach fünf Minuten gilt das als unauffällig.

Quelle: ACOG Committee Opinion 644, American College of Obstetricians and Gynecologists, Committee on Obstetric Practice; American Academy of Pediatrics, Committee on Fetus and Newborn: The Apgar Score. Committee Opinion No. 644. Obstet Gynecol 2015;126:e52–5 (fünf Kriterien je 0–2; 5-Minuten-Wert 7–10 beruhigend, 4–6 mäßig auffällig, 0–3 niedrig; unter 7 Wiederholung alle 5 Minuten bis 20 Minuten; „Reaffirmed 2025“, abgerufen 05.10.2026). Stand: .

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Ergebnis

Ergebnis
Apgar-Score nach 5 Minuten: 9 von 10 – unauffällig (7–10)
Punkte je Kriterium
KriteriumPunkte
Aussehen (Hautfarbe)1
Puls (Herzfrequenz)2
Grimassieren (Reflexe)2
Aktivität (Muskeltonus)2
Atmung2
Summe9 von 10
Bereiche
PunktzahlEinordnung des 5-Minuten-Werts
7–10→ unauffällig
4–6mäßig auffällig
0–3niedrig
Rechenweg
  • 1 + 2 + 2 + 2 + 2 = 9 Punkte.
  • Nach 5 Minuten gilt ein Wert von 7 bis 10 als unauffällig.
Den Apgar-Score vergeben Hebamme, Pflegekraft oder Ärztin bzw. Arzt im Kreißsaal; diese Seite zählt nur die Punkte zusammen und ersetzt keine ärztliche Beurteilung. Der Wert beschreibt den Zustand des Kindes zu einem Zeitpunkt. Er ist keine Diagnose und sagt die Gesundheit oder Entwicklung eines einzelnen Kindes nicht voraus. Bei Fragen zum Wert Ihres Kindes wenden Sie sich an das Geburtsteam oder Ihre Kinderarztpraxis.

So wird gerechnet

Der Apgar-Score ist eine schnelle Beurteilung des Neugeborenen direkt nach der Geburt. Fünf Kriterien erhalten je 0, 1 oder 2 Punkte und werden zusammengezählt, das Ergebnis liegt also zwischen 0 und 10. Eingeführt hat ihn 1952 die Anästhesistin Virginia Apgar; ihr Name dient im Englischen zugleich als Merkhilfe: Appearance, Pulse, Grimace, Activity, Respiration.

Die fünf Kriterien

Kriterium0 Punkte1 Punkt2 Punkte
Hautfarbeam ganzen Körper blau oder blassKörper rosig, Hände und Füße blauam ganzen Körper rosig
Herzfrequenzkein Herzschlagunter 100 pro Minuteüber 100 pro Minute
Reflexekeine Reaktion auf ReizeGrimassierenGrimassieren mit Husten, Niesen oder kräftigem Schreien
Muskeltonusschlaffetwas Muskelspannungaktive Bewegung
Atmungkeine Atmunglangsam oder unregelmäßigkräftiges Schreien

Wann gemessen wird

Der Wert wird bei jedem Kind nach 1 Minute und nach 5 Minuten erhoben. Liegt der 5-Minuten-Wert unter 7, wird alle 5 Minuten bis zu 20 Minuten nach der Geburt erneut beurteilt. Der 1-Minuten-Wert zeigt, wie das Kind die Geburt verkraftet hat; der 5-Minuten-Wert zeigt, wie gut es sich an das Leben außerhalb des Mutterleibs anpasst und wie es auf Unterstützung anspricht.

Was die Summe bedeutet

Für den 5-Minuten-Wert nennt die gemeinsame Stellungnahme der amerikanischen Fachgesellschaften für Kinderheilkunde (AAP) und für Geburtshilfe (ACOG) drei Bereiche: 7 bis 10 gilt als unauffällig („reassuring“), 4 bis 6 als mäßig auffällig und 0 bis 3 als niedrig. Eine glatte 10 ist ungewöhnlich, weil fast alle Neugeborenen in den ersten Minuten einen Punkt für blaue Hände und Füße verlieren – das ist normal.

Durchgerechnetes Beispiel

Fünf Minuten nach der Geburt hat ein Kind einen rosigen Körper mit bläulichen Händen und Füßen (1), eine Herzfrequenz von 140 Schlägen pro Minute (2), schreit beim Reiben der Fußsohlen (2), bewegt Arme und Beine aktiv (2) und atmet regelmäßig mit kräftigem Schreien (2). Summe: 1 + 2 + 2 + 2 + 2 = 9 – unauffällig. Ein Kind, das am ganzen Körper blau ist (0), eine Herzfrequenz von 90 hat (1), nur grimassiert (1), etwas Muskelspannung zeigt (1) und unregelmäßig atmet (1), kommt auf 4 – mäßig auffällig; fünf Minuten später wird erneut beurteilt.

Was der Wert nicht kann

Der Score ist eine Momentaufnahme mit subjektiven Anteilen; zwei Beobachtende können um einen Punkt auseinanderliegen. Beeinflusst wird er vom Schwangerschaftsalter, von Medikamenten der Mutter, von Fehlbildungen und von Wiederbelebungsmaßnahmen; ein gesundes Frühgeborenes kann allein wegen seiner Unreife einen niedrigen Wert haben. Ein niedriger Wert allein belegt keinen Sauerstoffmangel und sagt nicht voraus, wie sich ein einzelnes Kind entwickelt.

Häufige Fragen

Welcher Apgar-Wert ist normal?

Ein Wert von 7 bis 10 nach fünf Minuten gilt als unauffällig. Werte von 7, 8 oder 9 sind normal; 10 ist ungewöhnlich, weil die meisten Neugeborenen in den ersten Minuten noch bläuliche Hände und Füße haben.

Was bedeutet ein Apgar-Wert von 6 oder weniger?

Nach fünf Minuten heißt 4 bis 6 mäßig auffällig und 0 bis 3 niedrig. Das Kind braucht möglicherweise Hilfe bei der Atmung, und der Wert wird alle fünf Minuten bis zu 20 Minuten nach der Geburt erneut bestimmt. Eine Vorhersage für das einzelne Kind ist das nicht.

Warum wird der Apgar-Score zweimal bestimmt?

Der 1-Minuten-Wert zeigt, wie das Kind Wehen und Geburt überstanden hat, der 5-Minuten-Wert, wie es sich danach anpasst. Die Veränderung zwischen beiden zeigt, wie das Kind auf Unterstützung anspricht.

Bedeutet ein niedriger Apgar-Wert, dass mein Kind krank sein wird?

Nein. Ein niedrigerer Wert bedeutet nicht, dass ein Kind schwere oder dauerhafte Gesundheitsprobleme haben wird. Der Score wurde nicht entwickelt, um die spätere Gesundheit vorherzusagen; er beschreibt den Zustand des Kindes in diesem Moment und wie es auf Hilfe anspricht – ob geholfen wird, entscheidet er nicht.

Wer vergibt den Apgar-Score?

Hebamme, Pflegekraft oder Ärztin bzw. Arzt bei der Geburt beurteilen die fünf Kriterien. Eltern können das Team nach den beiden Ergebnissen fragen – dem Wert nach einer und dem nach fünf Minuten.

Wofür steht APGAR?

Der Score ist nach der Ärztin Virginia Apgar benannt. Die Buchstaben werden im Englischen außerdem als Merkhilfe für die fünf Kriterien genutzt: Appearance (Aussehen), Pulse (Puls), Grimace (Grimassieren), Activity (Aktivität) und Respiration (Atmung).

Quellen und Rechtsgrundlagen

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