Zahlensysteme umrechnen mit Rechenweg
Zahl eingeben, Ausgangs- und Zielsystem wählen – fertig. Der Rechner arbeitet exakt auch mit riesigen Zahlen, erkennt periodische Nachkommastellen und zeigt jeden Schritt: Division mit Rest, Stellenwerte und Multiplikationsverfahren.
So wird gerechnet
So funktionieren Stellenwertsysteme
In einem Stellenwertsystem zur Basis b hat jede Ziffer den Wert Ziffer · bPosition. Im Dezimalsystem (b = 10) bedeutet 255 also 2 · 10² + 5 · 10¹ + 5 · 10⁰. Das Binärsystem (Dualsystem) kennt nur die Ziffern 0 und 1, das Oktalsystem 0 bis 7, das Hexadezimalsystem 0 bis 9 und A bis F (A = 10 … F = 15). Ab Basis 11 kommen Buchstaben hinzu, bis Z = 35 bei Basis 36.
Zahlensysteme umrechnen – so geht's
- Die Zahl eingeben, auch mit Nachkommastellen oder Minuszeichen.
- „Von Basis“ und „Nach Basis“ wählen (binär, oktal, dezimal, hexadezimal), optional die Zahl der Nachkommastellen und das Zweierkomplement mit 8 bis 64 Bit.
- Ergebnis in allen vier Systemen und den Rechenweg ablesen.
| Dezimal | Binär | Oktal | Hexadezimal |
|---|---|---|---|
| 10 | 1010 | 12 | A |
| 15 | 1111 | 17 | F |
| 100 | 110 0100 | 144 | 64 |
| 255 | 1111 1111 | 377 | FF |
Von einer Basis ins Dezimalsystem: Stellenwerte addieren
Jede Ziffer mit ihrer Stellenwert-Potenz multiplizieren und alles addieren: FF₁₆ = 15 · 16¹ + 15 · 16⁰ = 240 + 15 = 255. Nachkommastellen bekommen negative Exponenten: 0,1₂ = 1 · 2⁻¹ = 0,5.
Vom Dezimalsystem in eine Basis: Division mit Rest
Die Zahl fortlaufend durch die Zielbasis teilen und die Reste notieren, bis 0 übrig bleibt. Die Reste von unten nach oben gelesen ergeben das Ergebnis. Beispiel 13 → binär:
- 13 : 2 = 6 Rest 1
- 6 : 2 = 3 Rest 0
- 3 : 2 = 1 Rest 1
- 1 : 2 = 0 Rest 1
Von unten gelesen: 13 = 1101₂.
Nachkommastellen: Multiplikationsverfahren und Periode
Den Nachkommateil fortlaufend mit der Basis multiplizieren; die Ziffer vor dem Komma ist jeweils die nächste Nachkommastelle, weiter geht es mit dem Rest. 0,1 → binär: 0,1 · 2 = 0,2 → 0; 0,4 → 0; 0,8 → 0; 1,6 → 1; 1,2 → 1; danach wiederholt sich 0,4. Ergebnis: 0,1 = 0,0(0011)₂ – periodisch. Darum kann ein Computer 0,1 binär nie exakt speichern.
Ob eine Darstellung abbricht, hängt nur vom gekürzten Nenner ab: Sie bricht genau dann ab, wenn jeder Primfaktor des Nenners auch die Basis teilt. 1/2 bricht binär ab (0,1₂), 1/10 nicht, weil 5 kein Teiler von 2 ist. Der Rechner erkennt die Periode exakt, weil er mit ganzen Zahlen (BigInt) statt mit Gleitkommazahlen rechnet.
Negative Zahlen und Zweierkomplement
Mathematisch schreibt man negative Zahlen einfach mit Minus: −255 = −FF₁₆. Prozessoren speichern sie dagegen im Zweierkomplement: Betrag binär schreiben, alle Bits invertieren, 1 addieren. −1 mit 8 Bit: 0000 0001 → 1111 1110 → 1111 1111. Mit n Bit sind −2ⁿ⁻¹ bis 2ⁿ⁻¹ − 1 darstellbar, bei 8 Bit also −128 bis 127 – 128 erzeugt einen Überlauf.
Weitere Zahlendarstellungen: römische Zahlen umrechnen, Zweierpotenzen mit dem Potenzrechner und sehr große Werte in wissenschaftlicher Schreibweise.
Häufige Fragen
Wie rechne ich eine Dezimalzahl in eine Binärzahl um?
Die Zahl immer wieder durch 2 teilen und die Reste notieren, bis 0 herauskommt. Die Reste von unten nach oben gelesen sind die Binärzahl: 13 → 6 R1, 3 R0, 1 R1, 0 R1 → 1101.
Wie rechne ich Hexadezimal in Dezimal um?
Jede Ziffer mit 16 hoch ihrer Position multiplizieren (von rechts bei 0 beginnend) und addieren. A bis F stehen für 10 bis 15: 2F₁₆ = 2 · 16 + 15 = 47.
Warum gehört eine Hex-Ziffer zu vier Binärstellen?
Weil 16 = 2⁴ ist. Deshalb kann man eine Binärzahl von rechts in 4er-Gruppen teilen und jede Gruppe einzeln übersetzen: 1111 1111 = F F = FF. Beim Oktalsystem (8 = 2³) sind es 3er-Gruppen.
Warum ist 0,1 im Binärsystem periodisch?
0,1 = 1/10, und der Nenner 10 enthält den Primfaktor 5, den die Basis 2 nicht hat. Solche Brüche brechen binär nie ab: 0,1 = 0,000110011…₂. Deshalb rechnen Computer mit 0,1 nur näherungsweise.
Was ist das Zweierkomplement?
Die übliche Speicherform negativer Ganzzahlen in Computern: Betrag binär schreiben, alle Bits umkehren und 1 addieren. So wird −1 mit 8 Bit zu 1111 1111 (= FF). Mit 8 Bit reicht der Bereich von −128 bis 127.
Welche Basen kann der Rechner?
Jede Basis von 2 bis 36. Danach gehen die Ziffern aus: 0–9 und A–Z sind zusammen 36 Zeichen. Groß- und Kleinschreibung spielt bei der Eingabe keine Rolle.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- Wikipedia: Stellenwertsystem (Basis, Umrechnung, periodische Darstellungen)
- Wikipedia: Zweierkomplement
- Wikipedia: Positional notation (base conversion, terminating fractions)
- MDN Web Docs: parseInt() – radix 2 to 36, digits 0–9 and A–Z
Stand:
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