Arrhenius-Gleichung: Rechner mit Beispiel

Die Arrhenius-Gleichung k = A·e^(−Ea/RT) löst der Rechner in drei Richtungen: Aus zwei Messungen ergibt sich die Aktivierungsenergie Ea, aus Ea und einer Konstante das k bei einer anderen Temperatur, aus A, Ea und T die Konstante selbst.

Beispiel: Berechnen: Aktivierungsenergie aus zwei Messungen · Temperatureinheit: Kelvin (K) · Temperatur T1 650 · Geschwindigkeitskonstante k1 1,66 · Temperatur T2 700 · Geschwindigkeitskonstante k2 7,39 → Ergebnis: Aktivierungsenergie Ea = 113,0 kJ/mol (112.980 J/mol). Quelle: OpenStax Chemistry 2e, section 12.5: Arrhenius equation k = A·e^(−Ea/RT), R = 8.314 J/mol/K, two-point form ln(k1/k2) = (Ea/R)(1/T2 − 1/T1); N2O5 example 1.66 and 7.39 L/mol/s at 650 and 700 K (read 13.10.2026). Stand: .

Beliebige Einheit, aber k1 und k2 in derselben.
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Ergebnis

Ergebnis
Aktivierungsenergie Ea = 113,0 kJ/mol (112.980 J/mol)
Details
GrößeWert
Aktivierungsenergie Ea112,98 kJ/mol
Verhältnis k2 / k14,452
Temperatur T1650 K
Temperatur T2700 K
ln(k2 / k1)1,4933
Berechnet mit R = 8,314 J/(mol·K) und Temperaturen in Kelvin (°C + 273,15). Die Gleichung k = A·e^(−Ea/RT) setzt voraus, dass Ea und A im Temperaturbereich konstant sind.

So wird gerechnet

Arrhenius-Gleichung: k = A · e^(−Ea / RT). k ist die Geschwindigkeitskonstante, A der präexponentielle Faktor (Häufigkeitsfaktor), Ea die Aktivierungsenergie in J/mol, R = 8,314 J/(mol·K) und T die absolute Temperatur in Kelvin (OpenStax Chemistry 2e).

Linearisiert und in Zwei-Punkte-Form

Logarithmiert ergibt sich ln k = ln A − Ea / (R · T). Trägt man ln k gegen 1/T auf, entsteht eine Gerade mit der Steigung −Ea/R – so wird Ea aus Messreihen grafisch bestimmt. Mit nur zwei Messpunkten k1 bei T1 und k2 bei T2 gilt ln(k2 / k1) = (Ea / R) · (1/T1 − 1/T2), also Ea = R · ln(k2 / k1) ÷ (1/T1 − 1/T2).

Beispiel

OpenStax rechnet mit dem Zerfall von N2O5: k = 1,66 L/(mol·s) bei 650 K und 7,39 L/(mol·s) bei 700 K. Damit ist Ea = 8,314 · ln(7,39 / 1,66) ÷ (1/650 − 1/700) ≈ 112980 J/mol, also rund 113,0 kJ/mol (im Buch gerundet 1,1 × 105 J/mol). Die Geschwindigkeitskonstante steigt um den Faktor 4,452.

Wie viel schneller bei 10 K mehr?

Die RGT-Regel (van-’t-Hoff-Regel) sagt als Faustregel, dass sich die Reaktionsgeschwindigkeit bei 10 K Temperaturerhöhung etwa verdoppelt bis vervierfacht. Die Arrhenius-Gleichung zeigt, dass der Faktor von Ea abhängt – hier für eine Reaktion, die bei 300 K startet:

Ea in kJ/molbei 310 Kbei 320 K
251,3821,871
501,9093,501
752,6386,549
1003,64512,254

Ein weiteres Beispiel: Mit k1 = 0,01 bei 300 K und Ea = 50 kJ/mol ist die Konstante bei 310 K 0,01909. Ebenfalls mit der absoluten Temperatur in Kelvin rechnet das ideale Gasgesetz; Zerfälle erster Ordnung behandelt der Halbwertszeit-Rechner.

Grenzen

Die Gleichung gilt, solange Ea und A im betrachteten Temperaturbereich konstant sind. Bei großen Temperatursprüngen oder komplexen Reaktionsmechanismen können Messwerte abweichen.

Häufige Fragen

Was beschreibt die Arrhenius-Gleichung?

k = A · e^(−Ea/RT): Sie verknüpft die Geschwindigkeitskonstante k mit der Temperatur T und der Aktivierungsenergie Ea.

Wie berechne ich Ea aus zwei Geschwindigkeitskonstanten?

Ea = R · ln(k2/k1) ÷ (1/T1 − 1/T2), mit T in Kelvin. Für k = 1,66 bei 650 K und 7,39 bei 700 K ergeben sich rund 113 kJ/mol.

Welche Einheiten hat die Arrhenius-Gleichung?

Ea in J/mol, R = 8,314 J/(mol·K), T in Kelvin. A hat dieselbe Einheit wie k, der Exponent ist einheitenlos. Hier wird Ea in kJ/mol eingegeben und umgerechnet.

Wie sieht die linearisierte Form aus?

ln k = ln A − Ea/(R·T). Im Diagramm ln k gegen 1/T ist die Steigung −Ea/R.

Verdoppelt sich die Geschwindigkeit alle 10 K?

Nur bei passenden Ea-Werten. Bei 300 K ergibt Ea = 50 kJ/mol den Faktor 1,909 für +10 K, Ea = 100 kJ/mol den Faktor 3,645.

Quellen und Rechtsgrundlagen

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