Urlaubsanspruch-Rechner: Urlaubstage genau berechnen

Arbeitstage pro Woche und – falls vorhanden – den Urlaub laut Arbeitsvertrag eingeben; bei Eintritt oder Kündigung im laufenden Jahr das Datum ergänzen. Der Rechner zeigt sofort Ihren Urlaubsanspruch in Arbeitstagen, getrennt nach Gesetz und Vertrag, mit Rechenweg.

Tage
Bei wechselnden Tagen den Jahresdurchschnitt (Arbeitstage im Jahr ÷ 52).
Tage
0 = nur gesetzlicher Mindesturlaub
Leer lassen, wenn schon länger beschäftigt.
Leer lassen, wenn kein Austritt in diesem Jahr.

Ergebnis

Urlaubsanspruch (Arbeitstage)
20
davon gesetzlicher Mindesturlaub
20
Rechenweg
SchrittRechnungTage
Gesetzlicher Mindesturlaub (§ 3 BUrlG)24 Werktage × 5 ÷ 620
Anspruch gesamtgesetzlich + Zusatzurlaub20

So wird gerechnet

So funktioniert der Urlaubsanspruch-Rechner

  1. Arbeitstage pro Woche eintragen – bei Teilzeit und Minijob die tatsächlichen Arbeitstage, nicht die Stunden.
  2. Urlaub laut Arbeitsvertrag und dessen Bezug (5-Tage-Woche, 6-Tage-Woche oder eigene Woche) angeben; 0 = nur gesetzlicher Mindesturlaub.
  3. Bei Beginn oder Ende im laufenden Jahr Eintritt bzw. letzten Arbeitstag eintragen – dann greift die 1/12-Regel.
  4. Optional Schwerbehinderung oder Jugendliche/r anhaken. Ergebnis: Anspruch in Arbeitstagen mit Rechenweg.

Gesetzlicher Mindesturlaub und Teilzeit

Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 24 Werktage im Jahr (§ 3 Abs. 1 BUrlG). Werktage sind alle Kalendertage außer Sonn- und Feiertagen – das Gesetz geht also von einer 6-Tage-Woche aus. Für die eigene Arbeitswoche wird umgerechnet:

Urlaub in Arbeitstagen = 24 × Arbeitstage pro Woche ÷ 6

Arbeitstage pro Wochegesetzlicher Mindesturlaubbei 30 Tagen Vertragsurlaub (5-Tage-Basis)
624 Tage36 Tage
520 Tage30 Tage
416 Tage24 Tage
312 Tage18 Tage
28 Tage12 Tage
14 Tage6 Tage

Die Stundenzahl spielt keine Rolle: Wer 20 Stunden an 5 Tagen arbeitet, hat denselben Anspruch in Tagen wie eine Vollzeitkraft (gesetzlich 20 Tage); wer 20 Stunden an 4 Tagen arbeitet, hat 16 Tage – jeder Urlaubstag deckt dann aber einen längeren Arbeitstag ab. Das gilt genauso für Minijobber: bei 1 Arbeitstag pro Woche mindestens 4, bei 2 Tagen mindestens 8 Urlaubstage.

Bei wechselnder Verteilung rechnet das Bundesarbeitsgericht jahresbezogen: 24 Werktage × Arbeitstage im Jahr ÷ 312 (BAG, Urteil vom 19.03.2019 – 9 AZR 406/17). Beispiel: 150 Arbeitstage im Jahr ergeben 24 × 150 ÷ 312 ≈ 11,54 Urlaubstage. Im Rechner dafür den Wochendurchschnitt eintragen (Arbeitstage im Jahr ÷ 52).

Eintritt und Kündigung im laufenden Jahr

Den vollen Urlaub gibt es erstmals nach sechs Monaten Arbeitsverhältnis (Wartezeit, § 4 BUrlG). Nur 1/12 des Jahresurlaubs je vollem Monat steht zu (§ 5 Abs. 1 BUrlG),

Wer nach erfüllter Wartezeit in der zweiten Jahreshälfte ausscheidet, behält den vollen gesetzlichen Jahresurlaub. Bruchteile ab einem halben Tag werden aufgerundet (§ 5 Abs. 2 BUrlG); kleinere Bruchteile sieht das Gesetz nicht zur Abrundung vor, der Rechner lässt sie daher stehen. Volle Monate zählen ab dem Eintrittstag: Wer am 15. März beginnt, hat den ersten vollen Monat am 14. April vollendet (§§ 187 Abs. 2, 188 Abs. 2 BGB).

Beispielrechnungen (5-Tage-Woche, 2026)

SituationRechnungAnspruch
Eintritt 01.10.2026, 30 Tage Vertragsurlaub30 × 3 ÷ 12 = 7,5 → aufgerundet8 Tage (gesetzlich 5)
langjährig beschäftigt, letzter Tag 30.06.2026, 30 Tage Vertrag30 × 6 ÷ 1215 Tage (gesetzlich 10)
langjährig beschäftigt, letzter Tag 31.07.2026zweite Jahreshälfte – keine Zwölftelunggesetzlich voll 20 Tage
Eintritt 15.03.2026, letzter Tag 31.08.2026 (Wartezeit nicht erfüllt)20 × 5 ÷ 12 = 8,338,33 Tage
4-Tage-Woche, schwerbehindert16 + 5 × 4 ÷ 520 Tage

Für den vertraglichen Mehrurlaub über den gesetzlichen Mindesturlaub hinaus können Arbeits- oder Tarifvertrag abweichend regeln, dass er auch bei Austritt in der zweiten Jahreshälfte anteilig gekürzt wird. Hat der frühere Arbeitgeber im selben Jahr schon Urlaub gewährt, entfällt der Anspruch beim neuen insoweit (§ 6 BUrlG).

Zusatzurlaub und Jugendliche

Schwerbehinderte Menschen erhalten zusätzlich 5 Arbeitstage bei 5-Tage-Woche, bei anderer Verteilung entsprechend mehr oder weniger (§ 208 Abs. 1 SGB IX). Besteht die Schwerbehinderung nicht das ganze Jahr, gibt es 1/12 je vollem Monat (§ 208 Abs. 2 SGB IX).

Jugendliche erhalten nach ihrem Alter zu Beginn des Kalenderjahres mindestens 30 Werktage (noch nicht 16), 27 Werktage (noch nicht 17) oder 25 Werktage (noch nicht 18); im Bergbau unter Tage je 3 Werktage mehr (§ 19 Abs. 2 JArbSchG).

Sonderfälle: Elternzeit, Mutterschutz, Krankheit, Resturlaub

Diese Fälle rechnet der Rechner nicht mit ein; der Anspruch lässt sich aber mit den folgenden Regeln vom Ergebnis ausgehend anpassen.

Häufige Fragen

Wie berechnet man den Urlaubsanspruch?

24 Werktage gesetzlicher Mindesturlaub × Arbeitstage pro Woche ÷ 6. Vertraglicher Urlaub auf Basis der 5-Tage-Woche wird mit Arbeitstagen ÷ 5 umgerechnet. Bei Eintritt oder Austritt im Jahr gibt es in den Fällen des § 5 BUrlG 1/12 je vollem Monat.

Wie viele Urlaubstage stehen mir bei einer 5-Tage-Woche zu?

Gesetzlich mindestens 20 Arbeitstage (24 Werktage × 5 ÷ 6). Viele Arbeits- und Tarifverträge sehen mehr vor, häufig 25 bis 30 Tage.

Wie viel Urlaub habe ich bei Teilzeit mit 20 Stunden?

Das hängt von den Arbeitstagen ab, nicht von den Stunden: bei 20 Stunden an 5 Tagen gesetzlich 20 Tage, an 4 Tagen 16 Tage, an 3 Tagen 12 Tage. Bei 30 Tagen Vertragsurlaub (5-Tage-Basis) sind es 30, 24 bzw. 18 Tage.

Haben Minijobber Anspruch auf Urlaub?

Ja. Minijobber haben denselben gesetzlichen Urlaubsanspruch, umgerechnet auf ihre Arbeitstage pro Woche – bei 1 Tag pro Woche mindestens 4, bei 2 Tagen mindestens 8 Urlaubstage im Jahr.

Wie viel Urlaub steht mir bei Kündigung zu?

Endet das Arbeitsverhältnis nach mehr als sechs Monaten in der ersten Jahreshälfte (bis 30.06.), gibt es 1/12 des Jahresurlaubs je vollem Monat – bei 20 Tagen und Ende am 30.06. also 10 Tage. Endet es in der zweiten Jahreshälfte, bleibt der volle gesetzliche Urlaub; vertraglicher Mehrurlaub kann laut Vertrag anteilig gekürzt werden.

Wie viel Urlaub habe ich, wenn ich am 1. Oktober anfange?

Die Wartezeit wird im Eintrittsjahr nicht mehr erfüllt. Es gibt 1/12 je vollem Monat: bei 20 Tagen Jahresurlaub 20 × 3 ÷ 12 = 5 Tage (§ 5 Abs. 1 a BUrlG), bei 30 Tagen 7,5 – aufgerundet 8 Tage.

Wie viele Urlaubstage gibt es pro Monat?

Anteilig 1/12 des Jahresurlaubs je vollem Monat – bei 20 Tagen rund 1,67, bei 30 Tagen 2,5 Tage. Das gilt aber nur in den Fällen des § 5 BUrlG (Eintritt ab Juli, Ende vor Ablauf der Wartezeit oder in der ersten Jahreshälfte).

Wird der Urlaub bei Elternzeit oder Mutterschutz gekürzt?

Bei Elternzeit darf der Arbeitgeber je vollem Kalendermonat um 1/12 kürzen, außer bei Teilzeitarbeit beim selben Arbeitgeber (§ 17 BEEG) – bei 30 Tagen und 4 Monaten Elternzeit bleiben 20 Tage. Mutterschutzzeiten führen zu keiner Kürzung; Resturlaub kann danach noch genommen werden (§ 24 MuSchG).

Quellen und Rechtsgrundlagen

Stand:

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