AfA-Rechner
Der AfA-Rechner ermittelt die Absetzung für Abnutzung nach § 7 EStG: für Gebäude mit den gesetzlichen Sätzen von 3, 2 oder 2,5 Prozent, für bewegliche Wirtschaftsgüter linear oder degressiv. Das Tool berücksichtigt den Bodenanteil und das Teiljahr im Anschaffungsjahr und zeigt eine Tabelle mit Abschreibung und Restbuchwert je Jahr.
So wird gerechnet
Die Absetzung für Abnutzung (AfA) verteilt die Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Wirtschaftsguts über seine Nutzungsdauer und mindert so jedes Jahr den steuerpflichtigen Gewinn oder die Einkünfte. Der AfA-Rechner folgt dafür § 7 des Einkommensteuergesetzes.
Gebäude: 3, 2 oder 2,5 Prozent
- 3 Prozent gelten für Gebäude, die nach dem 31.12.2022 fertiggestellt wurden, sowie für Betriebsgebäude ohne Wohnzweck mit Bauantrag nach dem 31.03.1985.
- 2 Prozent gelten für Gebäude, die zwischen 1925 und 2022 fertiggestellt wurden.
- 2,5 Prozent gelten für Gebäude, die vor 1925 fertiggestellt wurden.
- Abgeschrieben wird nur der Gebäudeanteil. Der Anteil für Grund und Boden bleibt außen vor. Ist die tatsächliche Nutzungsdauer nachweislich kürzer als 33, 40 oder 50 Jahre, gilt der entsprechend höhere Satz.
Bewegliche Wirtschaftsgüter: linear oder degressiv
Linear wird jedes Jahr derselbe Betrag abgeschrieben: Kosten geteilt durch die Nutzungsdauer. Für Wirtschaftsgüter, die nach dem 30. Juni 2025 und vor dem 1. Januar 2028 angeschafft werden, ist alternativ die degressive AfA erlaubt: ein fester Prozentsatz vom Restbuchwert, höchstens das Dreifache des linearen Satzes und höchstens 30 Prozent. Der Wechsel von der degressiven zur linearen AfA ist zulässig; das Tool wechselt, sobald die lineare Verteilung des Restwerts mehr bringt. Welche Nutzungsdauer gilt, steht in den amtlichen AfA-Tabellen.
Für Vermieter ist die AfA ein wichtiger Posten der Rechnung zur Mietrendite; die Nebenkosten beim Kauf fasst der Rechner für die Kaufnebenkosten zusammen.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die AfA für ein Gebäude?
Nach § 7 Absatz 4 EStG 3 Prozent pro Jahr bei Fertigstellung ab 2023, 2 Prozent bei Fertigstellung von 1925 bis 2022 und 2,5 Prozent vor 1925. Betriebsgebäude ohne Wohnzweck mit Bauantrag nach dem 31.03.1985 werden mit 3 Prozent abgeschrieben.
Wird der Grund und Boden mit abgeschrieben?
Nein. Grund und Boden nutzt sich nicht ab. Von den Gesamtkosten wird deshalb der Bodenanteil abgezogen; nur der Gebäudeanteil ist die Bemessungsgrundlage der AfA.
Wie wird im Anschaffungsjahr abgeschrieben?
Zeitanteilig: Für jeden vollen Monat vor dem Anschaffungsmonat wird ein Zwölftel weniger angesetzt. Wer im Juli kauft, schreibt im ersten Jahr sechs Zwölftel ab, der Anschaffungsmonat zählt mit.
Wann ist die degressive AfA erlaubt?
Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die nach dem 30. Juni 2025 und vor dem 1. Januar 2028 angeschafft werden. Der Satz beträgt höchstens 30 Prozent und höchstens das Dreifache des linearen Satzes.
Was sind geringwertige Wirtschaftsgüter?
Bewegliche, abnutzbare Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 Euro netto. Sie können im Jahr der Anschaffung sofort voll abgeschrieben werden. Alternativ ist für Güter von über 250 bis 1.000 Euro ein Sammelposten über fünf Jahre möglich.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- § 7 EStG: EStG § 7 – Absetzung für Abnutzung: Absatz 1 (linear, zeitanteilig), Absatz 2 (degressiv: 30 % und Dreifaches, Anschaffung 01.07.2025 bis 31.12.2027), Absatz 3 (Wechsel zur linearen AfA), Absatz 4 (Gebäude: 3 %, 2 %, 2,5 %)
- § 6 EStG: EStG § 6 Abs. 2 und 2a – geringwertige Wirtschaftsgüter (bis 800 € netto) und Sammelposten (über 250 bis 1.000 €)
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