Kaufnebenkosten-Rechner für Immobilien

Kaufpreis und Bundesland eingeben – der Rechner zeigt sofort, wie viel Eigenkapital Sie zusätzlich zum Kaufpreis brauchen: Summe, Anteil am Kaufpreis und jeden Posten von Notar bis Grundbuch einzeln.

€
Kaufpreis laut notariellem Vertrag
€
z. B. Einbauküche – mindert Grunderwerbsteuer und Grundbuchwert
%
Prozent vom Kaufpreis inkl. USt. Kein gesetzlicher Satz – Wert aus dem Exposé eintragen, 0 = ohne Makler.

Ergebnis

Kaufnebenkosten gesamt
44.402,17 €
Anteil am Kaufpreis
11,1 %
Grunderwerbsteuer
26.000,00 €
Notar (inkl. USt)
2.919,67 €
Grundbuchamt
1.202,50 €
Makler
14.280,00 €
Einzelposten
PostenGrundlageBetrag
Grunderwerbsteuer (§ 11 GrEStG)400.000,00 €26.000,00 €
Notar: Beurkundung Kaufvertrag (KV 21100)2,0 aus 400.000,00 €1.570,00 €
Notar: Vollzug (KV 22110)0,5 aus 400.000,00 €392,50 €
Notar: Betreuung, Fälligkeitsmitteilung (KV 22200)0,5 aus 400.000,00 €392,50 €
Notar: XML-Strukturdaten (KV 22115)0,1 aus 400.000,00 €78,50 €
Notar: Post-/Telekom-Pauschale (KV 32005)20,00 €
Notar: Umsatzsteuer (KV 32014)19 % × 2.453,50 €466,17 €
Grundbuch: Eigentumsumschreibung (KV 14110)1,0 aus 400.000,00 €785,00 €
Grundbuch: Auflassungsvormerkung (KV 14150)0,5 aus 400.000,00 €392,50 €
Grundbuch: Löschung Vormerkung (KV 14152)25,00 €
Maklerprovision (Käuferanteil)3,57 % × 400.000,00 €14.280,00 €
Summe44.402,17 €
Notar- und Grundbuchkosten sind eine typische Schätzung nach GNotKG. Die tatsächliche Rechnung hängt vom Vertrag ab (z. B. Dokumentenpauschale, Treuhandaufträge, Löschung alter Grundschulden, Genehmigungen). Die Maklerprovision ist Ihre Eingabe, kein amtlicher Wert.

So wird gerechnet

So funktioniert der Kaufnebenkosten-Rechner

Formel: Kaufnebenkosten = Grunderwerbsteuer + Notarkosten + Grundbuchkosten + Maklerprovision.

Beispielrechnungen mit 400.000 € Kaufpreis

PostenNRW, Makler 3,57 %, Grundschuld 300.000 €Bayern, ohne Makler, ohne Grundschuld
Grunderwerbsteuer26.000,00 € (6,5 %)14.000,00 € (3,5 %)
Notar inkl. USt3.699,12 €2.919,67 €
Grundbuchamt1.837,50 €1.202,50 €
Makler14.280,00 €0,00 €
Summe45.816,62 € (11,45 %)18.122,17 € (4,53 %)

Dieselbe Immobilie verursacht also je nach Bundesland und Makler zwischen gut 4,5 % und über 11 % Nebenkosten.

Kaufnebenkosten nach Bundesland

Kaufpreis 400.000 €, ohne Grundschuld; Notar und Grundbuch wie im Rechner nach GNotKG.

BundeslandGrunderwerbsteuerohne Maklermit 3,57 % Makler
Baden-Württemberg5 %24.122 € (6 %)38.402 € (9,6 %)
Bayern3,5 %18.122 € (4,5 %)32.402 € (8,1 %)
Berlin6 %28.122 € (7 %)42.402 € (10,6 %)
Brandenburg6,5 %30.122 € (7,5 %)44.402 € (11,1 %)
Bremen5,5 %26.122 € (6,5 %)40.402 € (10,1 %)
Hamburg5,5 %26.122 € (6,5 %)40.402 € (10,1 %)
Hessen6 %28.122 € (7 %)42.402 € (10,6 %)
Mecklenburg-Vorpommern6 %28.122 € (7 %)42.402 € (10,6 %)
Niedersachsen5 %24.122 € (6 %)38.402 € (9,6 %)
Nordrhein-Westfalen6,5 %30.122 € (7,5 %)44.402 € (11,1 %)
Rheinland-Pfalz5 %24.122 € (6 %)38.402 € (9,6 %)
Saarland6,5 %30.122 € (7,5 %)44.402 € (11,1 %)
Sachsen5,5 %26.122 € (6,5 %)40.402 € (10,1 %)
Sachsen-Anhalt5 %24.122 € (6 %)38.402 € (9,6 %)
Schleswig-Holstein6,5 %30.122 € (7,5 %)44.402 € (11,1 %)
Thüringen5 %24.122 € (6 %)38.402 € (9,6 %)

Grunderwerbsteuer

(Kaufpreis − bewegliches Inventar) × Steuersatz des Bundeslandes, abgerundet auf volle Euro (§ 11 GrEStG). Die Sätze liegen 2026 zwischen 3,5 % und 6,5 %.

Notar und Grundbuch nach GNotKG

Notare und Grundbuchämter rechnen nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz. Die volle Gebühr (1,0) ergibt sich aus dem Geschäftswert nach Tabelle B (§ 34 GNotKG, Anlage 2) – bei 500.000 € sind das 935 €. Geschäftswert ist beim Kauf der Kaufpreis (§ 47 GNotKG), bei der Grundschuld ihr Nennbetrag (§ 53 GNotKG).

PostenKV-Nr.Satz
Beurkundung Kaufvertrag211002,0 (mind. 120 €)
Vollzug (z. B. Genehmigungen, Vorkaufsrechtsverzicht)221100,5
Betreuung (Fälligkeitsmitteilung)222000,5
XML-Strukturdaten neben Vollzug221150,1 (max. 125 €)
Post-/Telekommunikationspauschale3200520 % der Gebühren, max. 20 €
Beurkundung Grundschuld212001,0 (mind. 60 €)
Grundbuch: Eigentümer eintragen141101,0
Grundbuch: Auflassungsvormerkung141500,5
Grundbuch: Löschung der Vormerkung1415225 €
Grundbuch: Grundschuld eintragen141211,0

Auf Notargebühren und -auslagen kommen 19 % Umsatzsteuer (KV 32014, § 12 Abs. 1 UStG). Die Gerichtskosten des Grundbuchamts sind umsatzsteuerfrei.

Makler

Eine gesetzliche Provisionshöhe gibt es nicht. Seit 23.12.2020 gilt beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses durch Verbraucher: Lassen sich beide Seiten vom Makler eine Provision versprechen, zahlen beide gleich viel (§ 656c BGB); hat nur eine Seite den Makler beauftragt, darf die andere höchstens die Hälfte übernehmen (§ 656d BGB). Der Voreinstellungswert von 3,57 % (3 % zzgl. 19 % USt) ist nur ein Beispiel.

Wie viel Prozent Kaufnebenkosten einplanen?

Als Faustregel reichen die Kaufnebenkosten von rund 4,5 % (Bayern, ohne Makler) bis gut 11 % (Länder mit 6,5 % Grunderwerbsteuer und Makler). Notar und Grundbuch liegen ziemlich konstant bei etwa 1 bis 1,5 % des Kaufpreises; den Unterschied machen Grunderwerbsteuer und Maklerprovision. Für Haus und Wohnung gilt dieselbe Rechnung – entscheidend ist der Kaufpreis, nicht die Objektart.

Beispiel Hessen

400.000 € Kaufpreis, 6 % Grunderwerbsteuer: mit 3,57 % Makler 42.402,17 € (10,6 %), ohne Makler 28.122,17 € (7,0 %). Mit einer Grundschuld über 300.000 € steigt die Summe mit Makler auf 43.816,62 €.

Was nicht in den Kaufnebenkosten steckt

Kaufnebenkosten senken

Kaufnebenkosten steuerlich absetzen?

Bei einer selbst genutzten Immobilie wirken sich die Kaufnebenkosten steuerlich nicht aus. Bei einer vermieteten Immobilie gehören Grunderwerbsteuer, Notar-, Grundbuch- und Maklerkosten für den Kauf zu den Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) und werden – soweit sie auf das Gebäude entfallen – über die Abschreibung (§ 7 Abs. 4 EStG) verteilt; der Anteil für Grund und Boden wird nicht abgeschrieben. Notar- und Grundbuchkosten für die Grundschuld sind dagegen Finanzierungskosten.

Kaufnebenkosten finanzieren

Viele Banken erwarten, dass mindestens die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital bezahlt werden, weil sie keinen Gegenwert in der Immobilie schaffen. Eine Finanzierung auch der Nebenkosten ist möglich, meist aber mit höherem Zins. Die Summe aus diesem Rechner ist deshalb ein guter Anhaltspunkt für das mindestens nötige Eigenkapital.

Wann werden die Kaufnebenkosten fällig?

Die Notarrechnung kommt in der Regel nach der Beurkundung. Die Grunderwerbsteuer ist einen Monat nach Bekanntgabe des Steuerbescheids fällig (§ 15 GrEStG); erst danach kann der Eigentümer im Grundbuch eingetragen werden, woraufhin das Grundbuchamt seine Kosten berechnet.

Häufige Fragen

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten beim Hauskauf?

Bei 400.000 € Kaufpreis ohne Grundschuld zwischen rund 18.100 € (4,5 %, Bayern ohne Makler) und rund 44.400 € (11,1 %, z. B. NRW mit 3,57 % Makler). Entscheidend sind Grunderwerbsteuersatz und Maklerprovision; Notar und Grundbuch machen zusammen nur gut 1 % aus.

Wie berechnet man die Kaufnebenkosten?

Grunderwerbsteuer (Kaufpreis × Landessatz) + Notar- und Grundbuchgebühren nach GNotKG + Maklerprovision. Der Rechner ermittelt jeden Posten einzeln aus Kaufpreis und Bundesland.

Was kostet der Notar beim Immobilienkauf?

Bei 400.000 € Kaufpreis berechnet der Rechner für Beurkundung, Vollzug und Betreuung 2.919,67 € inkl. Umsatzsteuer, mit Grundschuld über 300.000 € 3.699,12 €. Hinzu kommen 1.202,50 € bzw. 1.837,50 € fürs Grundbuchamt.

Sind Notarkosten verhandelbar?

Nein. Notare müssen die gesetzlichen Gebühren nach dem GNotKG erheben; Gebührenvereinbarungen sind unwirksam (§ 125 GNotKG). Unterschiede entstehen nur durch den Vertragsinhalt.

Wer zahlt die Maklerprovision?

Bei Wohnungen und Einfamilienhäusern darf ein Verbraucher als Käufer höchstens die Hälfte tragen, wenn nur der Verkäufer den Makler beauftragt hat (§§ 656b, 656d BGB). Bei anderen Objekten (z. B. Mehrfamilienhaus, unbebautes Grundstück) gelten diese Regeln nicht.

Wer zahlt Notar und Grundbuch?

Üblicherweise übernimmt der Käufer laut Kaufvertrag die Kosten für Beurkundung, Vollzug und Grundbucheintragung. Kosten für die Löschung alter Belastungen des Verkäufers trägt in der Regel der Verkäufer.

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Hessen?

Bei 400.000 € Kaufpreis und 6 % Grunderwerbsteuer ergibt der Rechner 42.402,17 € (10,6 %) mit 3,57 % Makler und 28.122,17 € (7,0 %) ohne Makler, jeweils ohne Grundschuld.

Kann man Kaufnebenkosten von der Steuer absetzen?

Bei Selbstnutzung nicht. Bei Vermietung zählen sie zu den Anschaffungskosten und werden, soweit sie auf das Gebäude entfallen, über die Abschreibung nach § 7 Abs. 4 EStG geltend gemacht; der Grundstücksanteil bleibt außen vor.

Quellen und Rechtsgrundlagen

Stand:

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