Gedächtnistest: Wie viele Ziffern kannst du dir merken?
Eine Folge erscheint Zeichen für Zeichen – danach gibst du sie wieder. Jede richtige Antwort verlängert die nächste Folge um eins. Am Ende steht deine Merkspanne: die längste Folge, die du fehlerfrei wiedergegeben hast.
So wird gerechnet
So funktioniert der Gedächtnistest
- Wähle die Aufgabe: Ziffern vorwärts, Ziffern rückwärts oder Farbfolge – und das Tempo.
- Nach „Start“ erscheinen die Zeichen nacheinander. Nur beobachten, nicht mitschreiben.
- Danach gibst du die Folge wieder: Ziffern über Tastatur oder Ziffernblock, Farben durch Antippen der Felder (oder Tasten 1–4).
- Ziffern: Start mit 3 Ziffern. Richtig → die nächste Folge hat eine Ziffer mehr. Falsch → ein zweiter Versuch mit neuer Folge gleicher Länge; zwei Fehler hintereinander beenden den Test.
- Farben: Die Folge wächst jede Runde um ein Feld, die bisherigen bleiben gleich. Der erste Fehler beendet den Test.
Deine Merkspanne ist die längste Folge, die du fehlerfrei wiedergegeben hast. Bestwerte je Aufgabe bleiben in deinem Browser gespeichert.
Hintergrund: die Merkspanne
Das Nachsprechen von Zahlenfolgen ist eine klassische Aufgabe der Gedächtnisforschung. George A. Miller beschrieb 1956 in „The magical number seven, plus or minus two“, dass Erwachsene sich im Kurzzeitgedächtnis etwa sieben Einheiten merken können. Nelson Cowan kam 2001 zu dem Schluss, dass die eigentliche Kapazität bei etwa vier Informationseinheiten („Chunks“) liegt – höhere Spannen entstehen, wenn man Zeichen zu Gruppen zusammenfasst, etwa Ziffern zu Paaren. Rückwärts ist schwerer, weil die Folge im Kopf zusätzlich umgeordnet werden muss.
Was der Test nicht kann
Der Ablauf ist eine eigene, einfache Festlegung und kein normiertes Testverfahren. Die Ergebnisse hängen von Tagesform, Übung, Ablenkung und Merkstrategie ab und lassen sich nicht mit Normwerten vergleichen. Der Test ist keine Diagnose – wer sich Sorgen um sein Gedächtnis macht, sollte das ärztlich abklären lassen.
Häufige Fragen
Wie viele Ziffern kann man sich normalerweise merken?
Miller beschrieb 1956 eine Spanne von etwa sieben Einheiten (plus/minus zwei). Neuere Arbeiten wie Cowan 2001 schätzen die Kapazität auf etwa vier Chunks; mehr gelingt durch Gruppieren.
Warum ist rückwärts schwerer?
Die Folge muss nicht nur behalten, sondern im Kopf umgedreht werden. Das beansprucht das Arbeitsgedächtnis zusätzlich, daher ist die Spanne rückwärts meist kürzer.
Kann ich mit dem Test Demenz erkennen?
Nein. Der Test ist ein Übungs- und Spieltest ohne Normwerte und keine Diagnose. Bei Sorgen um das Gedächtnis ist eine ärztliche Untersuchung der richtige Weg.
Wird mein Ergebnis gespeichert?
Nur deine Bestwerte je Aufgabe, und zwar ausschließlich in diesem Browser. „Bestwerte löschen“ entfernt sie. Es wird nichts an einen Server gesendet.
Kann ich die Farbfolge mit der Tastatur spielen?
Ja. Die Tasten 1 bis 4 entsprechen den vier Feldern. Jedes Feld hat außerdem eine eigene Form, damit es auch ohne Farbsehen unterscheidbar ist.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- Miller (1956): The magical number seven, plus or minus two. Psychological Review 63(2) – PubMed
- Cowan (2001): The magical number 4 in short-term memory. Behavioral and Brain Sciences 24(1) – PubMed
- Wikipedia: Gedächtnisspanne
- MDN: Crypto.getRandomValues()
- MDN: Window.localStorage
Stand:
Passende Werkzeuge
- Reaktionstest: Wie schnell reagierst du?Reaktionstest online und kostenlos: Warte, bis die Fläche grün wird, und tippe so schnell du kannst. 5 Versuche mit Durchschnitt, Median und Bestwert.
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