Druckfeder berechnen: Federrate, Federkraft, Spannung und Blocklänge

Mit diesem Rechner können Sie eine Druckfeder berechnen – nach den Berechnungsgrundlagen für kaltgeformte zylindrische Schraubendruckfedern: Federrate R = G × d⁴ ÷ (8 × Dm³ × n). Eine Feder aus 2 mm Federstahldraht Sorte C/D mit 20 mm Außendurchmesser und 8 wirksamen Windungen hat 3,494 N/mm; 10 mm Federweg brauchen 34,94 N.

Beispiel: Werkstoff: patentiert-gezogener Federdraht Sorte C/D · Drahtdurchmesser d 2 mm · Außendurchmesser De 20 mm · Wirksame Windungen n 8 · Ungespannte Länge L0 (optional) 50 mm · Federweg s (optional) 10 mm → Federrate: R = 3,494 N/mm. Quelle: Federnfabrik Schmid – Normfedern catalogue, “Druckfederberechnung / Compression spring calculation”: formulas 3.1–3.10 (R = G·d⁴/(8·Dm³·n), τ = 8·Dm·F/(π·d³), τc zul ≦ 0.56·Rm, nt = n + 2, Lc ≦ nt·d), materials table with G and Rm (read 09.10.2026). Stand: .

mm
mm
mittlerer Durchmesser Dm = De − d
ohne die angelegten Endwindungen
mm
für Blocklänge und Spannungsnachweis; 0 = aus
mm
ergibt Kraft und Spannung; 0 = aus
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Ergebnis

Federrate
R = 3,494 N/mm
Details
GrößeWert
Mittlerer Windungsdurchmesser Dm18,00 mm
Wickelverhältnis w = Dm ÷ d9,00
Schubmodul G81.500 N/mm²
Federrate R3,494 N/mm
Federkraft bei 10,0 mm34,94 N
Schubspannung bei dieser Kraft200 N/mm²
Gesamtwindungen nt = n + 210,0
Blocklänge Lc (geschliffen, höchstens)20,00 mm
Weg bis Blocklänge sc = L0 − Lc30,00 mm
Kraft bei Blocklänge104,81 N
Schubspannung bei Blocklänge τc601 N/mm²
Zulässig τc = 0,56 × Rm1.105 N/mm²
Die Spannung bei Blocklänge liegt im zulässigen Bereich. Gilt für statische und quasistatische Belastung; die Rm-Werte für FD- und Edelstahldraht sind Annäherungswerte (Schmid), also Richtwerte. Bei dynamischer Belastung ist ein Dauerfestigkeitsnachweis nötig.

So wird gerechnet

Federrate R = G × d⁴ ÷ (8 × Dm³ × n). G ist der Schubmodul des Drahts, d der Drahtdurchmesser, Dm der mittlere Windungsdurchmesser (Außendurchmesser minus Draht) und n die Zahl der wirksamen Windungen. Die Kraft bei einem Federweg s ist F = R × s, die Schubspannung τ = 8 × Dm × F ÷ (π × d³). Die Federnfabrik Schmid nennt diese Formeln für kaltgeformte Druckfedern aus Runddraht bis 17 mm, mit mehr als 2 wirksamen Windungen und einem Wickelverhältnis Dm ÷ d von 4 bis 20.

Beispiele (Federstahl, G = 81.500 N/mm²)

Draht dAußen DeWindungen nFederrate R
1 mm10 mm101,397 N/mm
2 mm20 mm83,494 N/mm
3 mm30 mm66,987 N/mm
4 mm40 mm69,316 N/mm
5 mm40 mm818,563 N/mm

Der Drahtdurchmesser geht in der vierten Potenz ein: Bei gleichem Dm und n ergibt doppelter Draht die sechzehnfache Federrate. Dieselbe Feder aus Edelstahl 1.4310 (G = 70.000 N/mm²) kommt nur auf 3,001 N/mm.

Blocklänge und Spannungsnachweis

Mit je einer angelegten Windung pro Ende ist nt = n + 2, bei geschliffenen Enden die Blocklänge höchstens nt × d – im Beispiel 20 mm. Bei 50 mm ungespannter Länge lässt sich die Feder 30 mm zusammendrücken; das braucht 104,81 N und ergibt τc ≈ 601 N/mm². Schmid lässt τc bis 0,56 × Rm zu; für Draht Sorte C/D mit 2 mm ist Rm = 2220 − 820 × lg d = 1973 N/mm², die Grenze also 1105 N/mm² – die Feder ist blockfest. Das Hookesche Gesetz allgemein zeigt Federkonstante berechnen, Krafteinheiten Kraft berechnen.

Häufige Fragen

Wie berechnet man die Federrate einer Druckfeder?

R = G × d⁴ ÷ (8 × Dm³ × n). Für d = 2 mm, Dm = 18 mm, n = 8 und G = 81.500 N/mm²: 3,494 N/mm.

Was ist der mittlere Durchmesser?

Außendurchmesser minus Drahtdurchmesser: 20 − 2 = 18 mm – der Durchmesser durch die Drahtmitte.

Welche Kraft braucht die Feder für 10 mm?

Federrate mal Weg: 3,494 N/mm × 10 mm = 34,94 N.

Wie berechne ich die Blocklänge?

Mit je einer angelegten Endwindung ist nt = n + 2; geschliffen gilt höchstens nt × d. 10 Windungen × 2 mm = 20 mm.

Wann ist die Feder überlastet?

Wenn die Schubspannung bei Blocklänge 0,56 × Rm übersteigt. Für Draht Sorte C/D mit 2 mm liegt die Grenze bei etwa 1105 N/mm².

Welchen Schubmodul nehme ich?

Schmid nennt 81.500 N/mm² für patentiert-gezogenen Federdraht, 79.500 für vergüteten Draht und 70.000 für Edelstahl 1.4310.

Quellen und Rechtsgrundlagen

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