Lagerumschlag berechnen
Lagerumschlag berechnen heißt herauszufinden, wie oft Ihr Lagerbestand in einem Zeitraum verkauft und neu aufgefüllt wird – und wie viele Tage eine Ware im Schnitt im Lager liegt. Tragen Sie Wareneinsatz und Bestände ein, das Ergebnis steht sofort da.
Quelle: Wikipedia – Lagerumschlag (Umschlagshäufigkeit, durchschnittliche Lagerdauer, Lagerzinssatz). Stand: .
So wird gerechnet
Die Umschlagshäufigkeit sagt, wie oft der durchschnittliche Lagerbestand in einem Zeitraum verbraucht und wieder aufgefüllt wird. Ein Wert von 6 pro Jahr bedeutet: Eine Ware bleibt im Schnitt etwa zwei Monate im Lager.
So wird gerechnet
- Durchschnittlicher Lagerbestand = (Anfangsbestand + Endbestand) ÷ 2.
- Umschlagshäufigkeit = Wareneinsatz ÷ durchschnittlicher Lagerbestand.
- Durchschnittliche Lagerdauer = Tage des Zeitraums ÷ Umschlagshäufigkeit.
- Reichweite = Endbestand ÷ Wareneinsatz pro Tag – so lange reicht das Lager ohne Nachschub.
- Lagerzinssatz = Zinssatz × durchschnittliche Lagerdauer ÷ 360 Tage (kaufmännische Zinsrechnung): Das gebundene Kapital kostet während der Lagerzeit Zinsen.
Wie Sie das Ergebnis lesen
Eine hohe Umschlagshäufigkeit bindet wenig Kapital und senkt das Risiko von Ladenhütern, kann aber auf häufige Lieferengpässe hindeuten. Eine niedrige Zahl bedeutet viel gebundenes Kapital. Was „gut“ ist, hängt stark von der Branche ab: Frischware dreht sich in Tagen, Möbel oder Maschinen in Monaten. Vergleichen Sie deshalb mit Ihrem Vorjahr und Ihrer Branche, nicht mit einem Fixwert.
Der Wareneinsatz entsteht aus dem Wareneinsatz-Rechner; wie viel pro Artikel hängen bleibt, zeigt die Margenberechnung, und ab welchem Absatz sich alles trägt, der Break-even-Rechner.
Häufige Fragen
Wie berechnet man den Lagerumschlag?
Wareneinsatz des Zeitraums geteilt durch den durchschnittlichen Lagerbestand. Der Durchschnitt ist (Anfangsbestand + Endbestand) ÷ 2. Bei 600.000 € Wareneinsatz und 100.000 € Durchschnittsbestand ist die Umschlagshäufigkeit 6.
Was ist die durchschnittliche Lagerdauer?
Die Zahl der Tage, die eine Ware im Mittel im Lager liegt: Tage des Zeitraums geteilt durch die Umschlagshäufigkeit. Bei 6 Umschlägen im Jahr sind das etwa 61 Tage.
Ist ein hoher Lagerumschlag immer gut?
Meist ja, weil weniger Kapital gebunden ist. Ist er aber extrem hoch, kann das Lager zu knapp sein und es drohen Fehlmengen. Der richtige Wert hängt von Branche, Lieferzeit und Sortiment ab.
Warum Wareneinsatz und nicht Umsatz?
Der Lagerbestand ist zu Einstandspreisen bewertet. Teilen Sie durch den Umsatz, steckt der Gewinnaufschlag im Zähler und der Umschlag erscheint zu hoch. Nehmen Sie deshalb den Wareneinsatz.
Was sagt der Lagerzinssatz aus?
Er zeigt, wie viel Prozent des Warenwerts die Kapitalbindung in der Lagerzeit kostet. Er ergibt sich aus dem Zinssatz mal Lagerdauer geteilt durch 360 Tage. Je kürzer die Lagerdauer, desto kleiner der Zinsanteil.
Quellen und Rechtsgrundlagen
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