Dezibel messen

Auf „Messung starten“ tippen und das Mikrofon freigeben – schon sehen Sie, wie laut es gerade ist. Wichtig: Handy- und Laptop-Mikrofone sind nicht kalibriert, die dB(A)-Zahl ist nur ein grober Richtwert.

Unkalibriert: Browser-Mikrofone messen nicht in echten Dezibel. Die dB(A)-Anzeige ist eine Schätzung und kann um viele Dezibel danebenliegen – für Arbeitsschutz, Anzeigen wegen Lärm oder Gutachten ungeeignet.

Bereit. Nach dem Start fragt der Browser nach dem Mikrofon.

≈–dB(A)

grob geschätzt, unkalibriert

Gemessener Pegel: –

Minimum
–
Mittelungspegel Leq
–
Maximum
–
Messdauer
0:00
Mit einem Messgerät abgleichen

Halten Sie ein Schallpegelmessgerät neben Ihr Gerät, lassen Sie ein gleichmäßiges Geräusch laufen und tragen Sie dessen Anzeige ein.

Zum Vergleich (Angaben aus Quellen)

  • 70 dB(A) Erholung: Ruhezeiten sollten darunter liegen (Umweltbundesamt)
  • 80 dB(A) unterer Auslösewert am Arbeitsplatz (Tagesmittel) (§ 6 LärmVibrationsArbSchV)
  • 85 dB(A) oberer Auslösewert am Arbeitsplatz (Tagesmittel) (§ 6 LärmVibrationsArbSchV)
  • 90–110 dB(A) gemessen in Diskotheken und bei Livemusik (Umweltbundesamt)
  • 110 dB(A) erreichbar mit Ohrhörern an Musikplayern (Umweltbundesamt)

Das Mikrofonsignal wird nur im Browser ausgewertet und nicht gespeichert oder übertragen.

dB
Geschätzter Wert = gemessener Pegel in dBFS(A) + dieser Versatz. Voreingestellt sind 100 dB (reine Annahme). Mit einem echten Schallpegelmesser über „Abgleich“ genauer einstellen.
Deine Eingaben werden nur in diesem Browser gespeichert.

Ergebnis

So wird gerechnet

Wie laut ist es gerade im Büro, im Kinderzimmer oder an der Straße? Dieses Werkzeug zeigt es live an – mit einer ehrlichen Einschränkung: Ohne kalibriertes Mikrofon kann kein Handy und kein Laptop echte Dezibel messen.

So funktioniert’s

  1. „Messung starten“ tippen und den Mikrofonzugriff erlauben.
  2. Das Gerät ruhig halten, Mikrofon nicht abdecken. Die große Zahl zeigt den geschätzten Pegel, darunter den gemessenen Wert in dBFS.
  3. Minimum, Maximum und Mittelungspegel (Leq) laufen mit, bis Sie stoppen oder zurücksetzen.
  4. Wer ein echtes Schallpegelmessgerät hat, kann über „Abgleich“ den Versatz für dieses Gerät bestimmen.

So wird gerechnet

Das Mikrofon wird ohne automatische Lautstärkeregelung, Rausch- und Echounterdrückung abgefragt. Alle 100 ms wird das Spektrum mit der A-Bewertung nach IEC 61672-1 gewichtet und der Pegel relativ zum digitalen Vollausschlag berechnet (dBFS). Die Anzeige ist zeitbewertet „Fast“ (125 ms), der Mittelungspegel Leq ist der energetische Mittelwert über die ganze Messung. Für die dB(A)-Schätzung wird ein fester Versatz addiert – ohne Abgleich eine bloße Annahme.

Ehrliche Grenzen

Mikrofone, Gehäuse und Browser unterscheiden sich stark; manche Geräte regeln trotz allem nach. Selbst eine eigens entwickelte, im Labor geprüfte App erreicht laut NIOSH nur auf iPhones ±2 dB(A); Android-Geräte konnte das Institut wegen der vielen Hersteller nicht verlässlich prüfen. Im Browser ist die Unsicherheit größer. Sehr leise Räume unterschreiten oft das Eigenrauschen des Mikrofons, sehr laute übersteuern es. Für Arbeitsschutz oder rechtliche Zwecke braucht es ein geeichtes Messgerät der Klasse 1 oder 2.

Häufige Fragen

Kann ich mit dem Handy Dezibel messen?

Nur grob. Ohne Kalibrierung ist die Anzeige ein Richtwert, der um viele Dezibel abweichen kann. Für Vergleiche am selben Gerät – vorher/nachher – ist sie trotzdem nützlich.

Was bedeutet dBFS?

Dezibel relativ zum digitalen Vollausschlag: 0 dBFS ist das lauteste Signal, das das Mikrofon liefern kann, alle Werte darunter sind negativ. Mit echtem Schalldruck hat die Zahl nur über eine Kalibrierung zu tun.

Was ist der Mittelungspegel Leq?

Der Pegel, der über die ganze Messdauer dieselbe Schallenergie hätte wie das schwankende Geräusch. Laute Spitzen fallen dabei stärker ins Gewicht als leise Phasen.

Ab wie viel Dezibel wird es gefährlich?

Am Arbeitsplatz gelten nach § 6 LärmVibrationsArbSchV Auslösewerte von 80 und 85 dB(A) als Tagesmittel. Das Umweltbundesamt empfiehlt Erholungsphasen unter 70 dB(A). Mit diesem Werkzeug lässt sich das nicht verlässlich prüfen.

Wird etwas aufgenommen?

Nein. Das Signal wird nur live ausgewertet; es wird weder gespeichert noch übertragen.

Quellen und Rechtsgrundlagen

Stand:

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