Mikrofon testen
Funktioniert Ihr Mikrofon, und ist es laut genug? Ein Klick, sprechen, ablesen – der Pegel wird nur in Ihrem Browser gemessen, es wird nichts gesendet oder gespeichert.
So wird gerechnet
Vor der Videokonferenz, nach dem Kauf eines Headsets oder wenn andere Sie plötzlich nicht mehr hören: Dieser Mikrofon-Test zeigt in Sekunden, ob überhaupt Ton ankommt, wie laut er ist und wie Sie klingen. Er nutzt dieselbe Browser-Schnittstelle wie Teams, Zoom oder Meet im Browser – wenn es hier funktioniert, funktioniert das Mikrofon grundsätzlich auch dort.
So funktioniert's
- Auf „Mikrofon testen“ klicken und im Browser-Dialog Zulassen wählen.
- Normal sprechen. Der Balken zeigt den Pegel, darüber steht die Bewertung: zu leise, gut oder übersteuert.
- Haben Sie mehrere Mikrofone (z. B. Laptop und Headset), wählen Sie oben das richtige aus – die Liste erscheint nach der Freigabe.
- Mit „Aufnahme starten“ nehmen Sie bis zu 30 Sekunden auf und hören sich selbst an. So erkennen Sie Rauschen, Hall oder Knistern, die ein Pegelbalken nicht zeigt.
- „Mikrofon aus“ beendet den Zugriff sofort. Beim Verlassen der Seite wird das Mikrofon automatisch freigegeben.
Was die Werte bedeuten
- dBFS (Dezibel Full Scale) misst den digitalen Pegel. 0 dBFS ist das Maximum, das sich digital darstellen lässt; alle Werte darunter sind negativ. −6 dBFS entsprechen der halben, −20 dBFS einem Zehntel der größtmöglichen Amplitude.
- Durchschnitt (RMS) ist der Effektivwert – er entspricht grob der empfundenen Lautstärke. Spitze (Peak) ist der höchste Ausschlag, etwa bei „p“- und „t“-Lauten. Der dünne Strich im Balken hält die letzte Spitze kurz fest.
- Richtwerte dieses Tests (Faustregel für Sprache, keine Norm): Durchschnitt unter −60 dBFS = kaum Signal, unter −40 dBFS = zu leise, Spitzen ab −1 dBFS = übersteuert. Übersteuerter Ton wird abgeschnitten und klingt verzerrt – das lässt sich nachträglich nicht reparieren. Zu leiser Ton rauscht, wenn Programme ihn verstärken.
- Abtastrate (meist 48.000 oder 44.100 Hz) und Kanäle zeigen, was der Browser vom Gerät erhält. Viele Laptops melden Stereo, weil sie zwei Mikrofone nebeneinander haben.
- Wellenform zeigt den Schwingungsverlauf der letzten Millisekunden, Frequenzen die Verteilung von tiefen (links) bis hohen Tönen (rechts). Ein dauerhafter Balken bei tiefen Frequenzen ohne Sprache deutet auf Brummen hin, etwa durch ein Netzteil.
Echo-Unterdrückung, Rauschunterdrückung, automatische Lautstärke
Browser können das Mikrofonsignal bearbeiten, bevor eine Seite es erhält – Videokonferenzen schalten das meist ein. Hier ist alles zunächst aus, damit Sie sehen, was Ihr Mikrofon wirklich liefert. Schalten Sie die Optionen ein, um zu hören, wie Sie in einer Konferenz klingen. Die automatische Lautstärke hebt leise Stimmen an; ist sie an, sagt der Pegel wenig über die tatsächliche Empfindlichkeit aus. Unter „Aktive Verarbeitung“ steht, was der Browser tatsächlich eingeschaltet hat – nicht jeder Browser kann jede Option abschalten.
Mikrofon geht nicht? Fehlerbehebung
- Windows 11: Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Mikrofon: „Mikrofonzugriff“ und „Desktop-Apps den Zugriff auf Ihr Mikrofon erlauben“ einschalten. Unter Einstellungen → System → Sound → Eingabe das richtige Gerät wählen und die Eingabelautstärke prüfen. Viele Laptops haben außerdem eine Mikrofon-Stummtaste (oft auf F4 oder F8).
- macOS: Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Mikrofon: den Browser aktivieren und ihn danach neu starten. Die Eingangslautstärke steht unter Systemeinstellungen → Ton → Eingang.
- Android: In Chrome auf das Symbol links in der Adresszeile tippen → Berechtigungen → Mikrofon erlauben. Wenn das nicht hilft: Einstellungen → Apps → Chrome → Berechtigungen → Mikrofon. Ab Android 12 gibt es in den Schnelleinstellungen zusätzlich einen Schalter „Mikrofonzugriff“.
- iPhone/iPad: Einstellungen → Safari → Mikrofon auf „Fragen“ oder „Erlauben“ stellen (ab iOS 18: Einstellungen → Apps → Safari). Für Chrome oder Firefox gilt dasselbe unter deren Eintrag in den Einstellungen.
- Balken bewegt sich nicht: Falsches Gerät gewählt (z. B. das Mikrofon einer Webcam, die in der Schublade liegt), Stummschalter am Headset, oder das Kabel steckt in der Kopfhörer- statt der Mikrofonbuchse.
- Bluetooth-Headset klingt dumpf: Sobald das Mikrofon eines Bluetooth-Headsets aktiv ist, schalten viele Geräte in einen Freisprech-Modus mit deutlich geringerer Tonqualität. Das ist normal und keine Fehlfunktion der Seite.
Ehrliche Grenzen
Der Test misst den digitalen Pegel, keinen Schalldruck: Wie viel dBFS eine Stimme ergibt, hängt von Mikrofon, Abstand und Systemlautstärke ab. Eine Aussage über die Qualität in „Punkten“ ist deshalb nicht möglich – Ihre Ohren und die Probeaufnahme sind der beste Maßstab. Die Werte sind für Browser-Anwendungen aussagekräftig; Programme, die das Mikrofon direkt ansprechen (z. B. Aufnahmesoftware mit eigenen Treibern), können anders pegeln.
Datenschutz
Der Ton wird ausschließlich in Ihrem Browser ausgewertet. Nichts wird hochgeladen, nichts gespeichert; die Probeaufnahme existiert nur, bis Sie den Tab schließen – oder Sie laden sie selbst herunter. Die Seite funktioniert nur über https, weil Browser den Mikrofonzugriff sonst nicht erlauben.
Häufige Fragen
Wird mein Ton aufgezeichnet oder gesendet?
Nein. Der Pegel wird in Ihrem Browser berechnet, und die Probeaufnahme bleibt im Arbeitsspeicher dieses Tabs. Es wird nichts an einen Server übertragen.
Der Browser fragt nicht nach der Freigabe – was tun?
Dann wurde der Zugriff für diese Seite früher schon abgelehnt. Klicken Sie links in der Adresszeile auf das Schloss- bzw. Einstellungssymbol, setzen Sie Mikrofon auf „Zulassen“ und laden Sie die Seite neu.
Warum ist die Geräteliste erst nach dem Start gefüllt?
Browser verraten die Namen Ihrer Geräte aus Datenschutzgründen erst, nachdem Sie den Zugriff erlaubt haben. Danach können Sie zwischen allen Mikrofonen wechseln.
Was ist ein guter Mikrofonpegel?
Für Sprache sollte der Balken im grünen Bereich stehen: Durchschnitt über −40 dBFS, Spitzen aber nie bis 0 dBFS. Bei „übersteuert“ die Eingangslautstärke im System senken oder etwas mehr Abstand halten.
Mein Mikrofon ist zu leise – wie mache ich es lauter?
Eingangslautstärke im System erhöhen (Windows: Einstellungen → System → Sound → Eingabe; macOS: Systemeinstellungen → Ton → Eingang), näher ans Mikrofon gehen oder die automatische Lautstärke einschalten.
Funktioniert der Test auf dem Handy?
Ja, in aktuellen Versionen von Chrome, Safari, Firefox und Edge auf Android und iOS. Die Aufnahme wird je nach Browser als WebM- oder M4A-Datei gespeichert.
Das Mikrofon ist „belegt“ – was heißt das?
Eine andere Anwendung hält das Gerät gerade fest, etwa eine laufende Videokonferenz oder ein Aufnahmeprogramm. Beenden Sie diese und klicken Sie erneut auf „Mikrofon testen“.
Bleibt das Mikrofon nach dem Test an?
Nein. „Mikrofon aus“ beendet den Zugriff sofort, und beim Schließen oder Verlassen der Seite gibt der Test das Mikrofon automatisch frei. Die Aufnahme-Anzeige des Browsers bzw. Systems verschwindet dann.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- MDN Web Docs – MediaDevices.getUserMedia()
- MDN Web Docs – AnalyserNode (Web Audio API)
- MDN Web Docs – MediaRecorder
- W3C – Media Capture and Streams
Stand:
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