Nutzwertanalyse erstellen und berechnen

Eine Nutzwertanalyse hilft, zwischen mehreren Optionen fair zu entscheiden: Kriterien gewichten, Punkte vergeben, fertig. Hier tippen oder fügen Sie die Tabelle ein (auch aus Excel) und sehen sofort den Sieger, den Rechenweg als Balkengrafik – und wie weit sich ein Gewicht verschieben müsste, bis der Sieger wechselt.

Quelle: Wikipedia – Nutzwertanalyse (Verfahren nach Zangemeister, Gewichtung und Normierung). Stand: .

Erste Zeile: „Kriterium; Gewicht; Option 1; Option 2 …“. Jede weitere Zeile ein Kriterium: Name; Gewicht; Punkte je Option. Trenner: Semikolon oder Tabulator (aus Excel kopiert). Dezimalkomma ist erlaubt.
Punkte
Üblich sind 10 (0–10) oder 5. Dient nur der Prozentanzeige und der Balkenlänge.
Meine ToolboxIhre Eingaben werden nur in diesem Browser gespeichert.

Welcher Laptop passt am besten?Laptop C7,13Laptop B7,06Laptop A6,94Preis · Gewicht 31 %Leistung · Gewicht 25 %Akkulaufzeit · Gewicht 19 %Gewicht · Gewicht 13 %Bildschirm · Gewicht 13 %

Die Grafik aktualisiert sich bei jeder Eingabe. Farben = Beitrag je Kriterium.

Ergebnis

Ergebnis
Laptop C liegt vorn: 7,13 von 10 Punkten (71,3 %)
Rangliste
RangOptionNutzwertErfüllungAbstand zu Platz 1
1Laptop C7,1371,3 %–
2Laptop B7,0670,6 %−0,06
3Laptop A6,9469,4 %−0,19
Wie stabil ist das Ergebnis?
  • Knapp: Schon eine kleine Gewichtsverschiebung ändert den Sieger. Prüfen Sie die Gewichte ehrlich nach.
  • Sinkt oder steigt das Gewicht von „Preis“ von 31,3 % auf 30,2 %, liegt Laptop B gleichauf mit dem Sieger.
  • Sinkt oder steigt das Gewicht von „Leistung“ von 25 % auf 26,2 %, liegt Laptop B gleichauf mit dem Sieger.
  • Sinkt oder steigt das Gewicht von „Bildschirm“ von 12,5 % auf 13,8 %, liegt Laptop B gleichauf mit dem Sieger.

So wird gerechnet

Die Nutzwertanalyse bewertet Optionen anhand gewichteter Kriterien: Nutzwert = Summe aus (Gewicht × Punkte), geteilt durch die Summe der Gewichte. Wichtige Kriterien zählen dadurch stärker, ohne dass unwichtige ganz unter den Tisch fallen.

So gehen Sie vor

  1. Optionen sammeln: Nur echte Alternativen, die Sie sich leisten und umsetzen können.
  2. Kriterien festlegen: Was soll die Entscheidung erfüllen? Kriterien sollten sich möglichst nicht überschneiden, sonst zählt eine Eigenschaft doppelt.
  3. Gewichten: Vergeben Sie Gewichte vor der Bewertung, nicht danach – sonst richten Sie sie unbewusst auf Ihren Favoriten aus. Es zählt nur das Verhältnis (5 : 3 entspricht 50 : 30).
  4. Punkte vergeben: Dieselbe Skala für alle Optionen, zum Beispiel 0 bis 10. Je höher, desto besser; bei „Preis“ also: billig = viele Punkte.

Der Kipppunkt: wie belastbar ist das Ergebnis?

Der Haken jeder Nutzwertanalyse: Die Gewichte sind Schätzungen. Deshalb zeigt dieses Tool, bei welchem Gewicht eines Kriteriums Platz 1 und Platz 2 gleichauf liegen. Liegt dieser Punkt weit von Ihrem Gewicht entfernt, ist die Entscheidung robust; liegt er knapp daneben, lohnt ein zweiter, ehrlicher Blick.

Grenzen

Die Methode macht Bauchgefühl sichtbar, ersetzt aber keine Daten. Ein klarer Sieger mit 6,9 gegen 6,8 Punkten ist kein Beweis. K.-o.-Kriterien (zum Beispiel „muss unter 800 € bleiben“) prüfen Sie besser vorab und streichen die Optionen, die sie nicht erfüllen. Alle Eingaben bleiben in Ihrem Browser.

Häufige Fragen

Was ist eine Nutzwertanalyse?

Ein Verfahren, das Optionen anhand mehrerer gewichteter Kriterien vergleicht. Jede Option erhält je Kriterium Punkte; gewichtet und aufsummiert ergibt sich der Nutzwert, die Option mit dem höchsten Wert liegt vorn.

Wie berechne ich eine Nutzwertanalyse?

Gewicht jedes Kriteriums durch die Summe aller Gewichte teilen, mit den Punkten der Option multiplizieren und alle Kriterien addieren. Beispiel: Gewichte 5, 3, 2 und Punkte 7, 8, 6 ergeben 0,5 × 7 + 0,3 × 8 + 0,2 × 6 = 7,1.

Wie viele Kriterien sind sinnvoll?

Meist 4 bis 8. Weniger bildet die Entscheidung nicht ab, viel mehr verwässert die wichtigen Kriterien und lädt zum Schönrechnen ein.

Kann ich die Tabelle aus Excel einfügen?

Ja. Markieren Sie die Zellen in Excel oder Google Sheets, kopieren Sie sie und fügen Sie sie in das Feld ein – Tabulatoren werden automatisch erkannt.

Was bedeutet der Kipppunkt?

Er zeigt, auf welchen Anteil ein einzelnes Kriterium steigen oder sinken müsste, damit die Nummer 2 gleichauf mit der Nummer 1 liegt. Je weiter entfernt, desto robuster ist Ihr Ergebnis.

Wo gibt es eine Vorlage?

Die vorbelegte Tabelle ist die Vorlage: ersetzen Sie Kriterien, Gewichte und Optionen durch Ihre. Mit „Grafik als PNG speichern“ nehmen Sie das Ergebnis mit.

Quellen und Rechtsgrundlagen

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