Verjährung berechnen: Fristende nach BGB

Mit dem Rechner können Sie die Verjährung berechnen: Anspruchsart wählen, Datum der Entstehung und gegebenenfalls der Kenntnis eingeben, und Sie sehen, wann die Verjährung nach BGB eintritt – mit Höchstfristen und Hemmung.

Quelle: § 195 BGB – Regelmäßige Verjährungsfrist (drei Jahre). Stand: .

Format TT.MM.JJJJ; bei Kauf die Ablieferung, beim Werk die Abnahme, bei Titeln die Rechtskraft
nur für regelmäßige Verjährung und Schadensersatz; leer = gleiches Datum wie oben
nur Schadensersatz; leer = Entstehungsdatum
Tage
Dauer einer Hemmung, etwa durch Verhandlungen, Klage oder Mahnbescheid; wird nicht eingerechnet (§ 209 BGB)
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Ergebnis

Verjährung
Die Verjährung tritt mit Ablauf des 31.12.2027 ein
Fristen im Überblick
FristEnde (Ablauf des Tages)
Beginn der Frist (erster Tag)Mittwoch, 01.01.2025
Regelfrist: 3 Jahre ab Jahresende (§§ 195, 199 Abs. 1 BGB)Freitag, 31.12.2027
Höchstfrist: 10 Jahre ab Entstehung (§ 199 Abs. 3 und 4 BGB)Dienstag, 15.03.2033
Hinweise
  • Maßgeblich ist die früher endende Frist: Regelfrist: 3 Jahre ab Jahresende (§§ 195, 199 Abs. 1 BGB).
  • Die Verjährung tritt mit Ablauf des angegebenen Tages ein. Eine Klage oder ein Mahnbescheid muss die Verjährung bis dahin hemmen; sicherheitshalber früher einreichen.
  • Gehemmt wird die Verjährung zum Beispiel durch Verhandlungen (§ 203, frühestens drei Monate nach deren Ende tritt Verjährung ein) und durch Klage oder Mahnbescheid (§ 204); ein Anerkenntnis lässt sie neu beginnen (§ 212).
Dieses Tool ist eine Rechenhilfe für die gängigen Fälle und ersetzt keine Rechtsberatung. Sonderregeln (Arglist, andere Verjährungsfristen in Spezialgesetzen, Steuer- und Strafrecht) sind nicht berücksichtigt. Stand der Gesetze: 02.10.2026.

So wird gerechnet

Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre und beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger Kenntnis erlangt hat (§§ 195, 199 BGB). Ein Anspruch aus dem Jahr 2023 mit Kenntnis 2024 verjährt deshalb mit Ablauf des 31.12.2027.

So wird gerechnet

Bei der regelmäßigen Verjährung zählt das Jahresende des Jahres von Entstehung und Kenntnis; ab 1. Januar läuft die Dreijahresfrist. Unabhängig von der Kenntnis verjähren Ansprüche spätestens zehn Jahre nach Entstehung, Schadensersatz je nach Fall nach zehn oder dreißig Jahren (§ 199 Abs. 2 bis 4). Beim Kauf beginnt die Frist mit der Ablieferung und dauert zwei Jahre, bei Bauwerken fünf; beim Werkvertrag beginnt sie mit der Abnahme (§§ 438, 634a). Rechtskräftig festgestellte Ansprüche verjähren nach 30 Jahren (§ 197). Eine Hemmung, etwa durch Verhandlungen oder Klage, verlängert die Frist um ihre Dauer (§ 209).

Wofür das nützlich ist

Häufige Fragen

Wie lange ist die regelmäßige Verjährungsfrist?

Drei Jahre (§ 195 BGB). Sie beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger davon Kenntnis hatte oder haben musste (§ 199 Abs. 1).

Wann verjährt eine Forderung aus dem Jahr 2023?

Bei Kenntnis im selben Jahr mit Ablauf des 31.12.2026. Erlangte der Gläubiger erst 2024 Kenntnis, ist es der 31.12.2027.

Was bedeutet Hemmung der Verjährung?

Während der Hemmung läuft die Frist nicht weiter (§ 209 BGB). Gründe sind zum Beispiel Verhandlungen (§ 203) sowie Klage oder Mahnbescheid (§ 204).

Wie lange gelten Mängelansprüche beim Kauf?

Bei beweglichen Sachen zwei Jahre ab Ablieferung, bei Bauwerken fünf Jahre (§ 438 BGB). Hat der Verkäufer den Mangel arglistig verschwiegen, gilt die regelmäßige Verjährung.

Quellen und Rechtsgrundlagen

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