Kernlochdurchmesser für Gewinde

Mit dem Kernlochdurchmesser-Rechner finden Sie den passenden Bohrer vor dem Gewindeschneiden: Gewinde wählen, Regel- oder Feingewinde einstellen und den Kernlochdurchmesser samt Steigung und Kerndurchmessern ablesen.

Beispiel: Gewinde: M8 · Steigung: Regelgewinde → Kernlochbohrer: M8: Kernlochbohrer 6,8 mm. Quelle: Wikipedia – Metrisches ISO-Gewinde (Steigungen nach ISO 261, Kerndurchmesser D1, d2, d3). Stand: .

Regelgewinde = Standardsteigung, Feingewinde = die gängige feine Steigung
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Ergebnis

Kernlochbohrer
M8: Kernlochbohrer 6,8 mm
Gewindedaten
WertErgebnis
Steigung P1,25 mm
Kernloch für Gewindeschneiden6,8 mm
Kernloch für Gewindeformen (Richtwert)7,38 mm
Kerndurchmesser Innengewinde D16,647 mm
Flankendurchmesser d27,188 mm
Kerndurchmesser Bolzen d36,466 mm
Profilhöhe H1,083 mm
Kernlochdurchmesser Regelgewinde
GewindeSteigungKernloch
M20,4 mm1,6 mm
M2,50,45 mm2,05 mm
M30,5 mm2,5 mm
M40,7 mm3,3 mm
M50,8 mm4,2 mm
M61 mm5 mm
▶ M81,25 mm6,8 mm
M101,5 mm8,5 mm
M121,75 mm10,2 mm
M142 mm12 mm
M162 mm14 mm
M182,5 mm15,5 mm
M202,5 mm17,5 mm
M222,5 mm19,5 mm
M243 mm21 mm
M273 mm24 mm
M303,5 mm26,5 mm
M364 mm32 mm
Hinweise
  • Der Kernlochbohrer für 8 mm Gewinde mit 1,25 mm Steigung ist 6,8 mm, also etwa Nenndurchmesser minus Steigung.
  • Für Gewindeformer (Formen statt Schneiden) wird ein etwas größerer Kern gebohrt, etwa Nenndurchmesser minus halbe Steigung; maßgeblich ist die Angabe des Werkzeugherstellers.
Die Werte sind übliche Tabellenwerte für Schneidgewinde in normal zerspanbaren Werkstoffen. Material, Gewindetiefe und Werkzeug können einen anderen Bohrer verlangen; die Angaben auf dem Gewindebohrer gehen vor.

So wird gerechnet

Für ein Gewinde M8 (Steigung 1,25 mm) bohren Sie das Kernloch mit 6,8 mm vor; bei M6 sind es 5,0 mm, bei M10 8,5 mm und bei M12 10,2 mm. Der Rechner zeigt den Kernlochdurchmesser für M2 bis M36.

So wird gerechnet

Der Kernlochdurchmesser für Schneidgewinde ist etwa Nenndurchmesser minus Steigung, auf gängige Bohrergrößen gerundet. Das Gewinde wird dann in das Loch geschnitten; ein zu kleines Loch lässt den Gewindebohrer festfressen oder brechen, ein zu großes ergibt zu wenig Tragtiefe. Die Kerndurchmesser folgen dem ISO-Profil: D1 = d − 1,0825 · P für das Innengewinde, d3 = d − 1,2269 · P für den Bolzen und d2 = d − 0,6495 · P für den Flankendurchmesser.

Regel- und Feingewinde

Regelgewinde haben die normale Steigung (M8: 1,25 mm), Feingewinde eine feinere (M8 × 1). Feingewinde verlangen ein etwas größeres Kernloch, weil die Steigung kleiner ist.

Schneiden oder Formen

Gewindeformer verdrängen Material statt es zu spanen und brauchen ein größeres Kernloch.

Passend dazu: das Drehmoment umrechnen, Zoll in Zentimeter und der AWG-Rechner.

Häufige Fragen

Welcher Bohrer für M8?

Für ein M8-Regelgewinde mit 1,25 mm Steigung wird mit 6,8 mm vorgebohrt. Für M8 × 1 Feingewinde sind es 7,0 mm.

Wie berechnet man den Kernlochdurchmesser?

Als Faustregel Nenndurchmesser minus Steigung. M10 hat 1,5 mm Steigung, also 10 − 1,5 = 8,5 mm. Der Rechner nimmt die Tabellenwerte.

Was ist der Unterschied zwischen Regel- und Feingewinde?

Das Regelgewinde hat die Standardsteigung, das Feingewinde eine kleinere. Feingewinde halten bei gleichem Durchmesser anders und brauchen ein größeres Kernloch.

Welches Kernloch brauche ich für Gewindeformer?

Etwas mehr als beim Schneiden, als Richtwert Nenndurchmesser minus halbe Steigung, bei M8 etwa 7,4 mm. Der Werkzeughersteller nennt den genauen Wert.

Was bedeuten D1, d2 und d3?

D1 ist der Kerndurchmesser des Innengewindes, d3 der des Bolzens und d2 der Flankendurchmesser. Sie folgen aus dem ISO-Profil und der Steigung.

Quellen und Rechtsgrundlagen

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