Zisterne berechnen

Mit diesem Rechner können Sie die Zisterne berechnen: Wie viel Regenwasser liefert Ihr Dach im Jahr, wie viel brauchen Sie für Toilette, Waschmaschine und Garten, und wie groß sollte der Speicher sein? Als Faustregel gilt: Speicher = kleinerer Wert aus Jahresertrag und Jahresbedarf × 0,06 – das ist ein Vorrat für etwa drei Wochen.

Quelle: Texas Water Development Board – The Texas Manual on Rainwater Harvesting, 3rd ed. 2005, ch. 4 (0.62 gal per ft² per inch, efficiency 75–90 %; read 09.10.2026). Stand: .

m² / ft²
die überdachte Grundfläche, nicht die schräge Dachfläche
mm / in
in Deutschland meist 600–1200 mm
m² / ft²
l/m² bzw. Zoll
Richtwert 80–200 l je m²
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Ergebnis

Empfohlene Zisternengröße
ca. 3.580 l
Wasserbilanz pro Jahr
Postenpro JahrGrundlage
Regenwasser-Ertrag96.000 l150 m² × 800 mm × 0,8
Bedarf WC/Waschmaschine49.669 l4 Personen, Anteile am Wasserverbrauch laut UBA
Bedarf Garten10.000 l100 m² × 100 l/m²
Bedarf gesamt59.669 l
Deckung durch Regenwasser100 %Ertrag ÷ Bedarf, höchstens 100 %
Zisternengröße3.580 lkleinerer Wert × 6 % (ca. 3 Wochen)
Faustformel für Ein- und Mehrfamilienhäuser; größere Anlagen werden nach DIN 1989-100 mit Simulation bemessen. Wählen Sie die nächste handelsübliche Tankgröße.

So wird gerechnet

Ein Haus mit 150 m² Schrägdach erntet bei 800 mm Niederschlag rund 96.000 Liter Regenwasser im Jahr. Vier Personen brauchen für die Toilette etwa 49.700 l, 100 m² Garten weitere 10.000 l – die Zisterne sollte also rund 3.600 Liter fassen.

So wird die Zisterne berechnet

  1. Ertrag: Dachgrundfläche × Jahresniederschlag × Ertragsbeiwert. 1 mm Regen auf 1 m² ergibt 1 Liter. Geneigte Dächer aus Ton, Schiefer oder Beton haben laut BauNetz Wissen einen Abflussbeiwert von 0,8 bis 0,9; begrünte Dächer mit 10–15 cm Aufbau nur 0,3 (nach FLL).
  2. Bedarf im Haus: Das Umweltbundesamt nennt 126 Liter Trinkwasser pro Person und Tag, davon 27 % für die Toilettenspülung (34 l) und 12 % fürs Wäschewaschen (15 l).
  3. Bedarf im Garten: 80 bis 200 Liter je m² und Jahr, je nach Pflanzen und Region.
  4. Speichergröße: Der kleinere Wert aus Ertrag und Bedarf × 0,06 – ein Vorrat für etwa drei Wochen ohne Regen.

Beispiele

FallErtragBedarfZisterne
150 m² Schrägdach, 800 mm, 4 Personen WC, 100 m² Garten96.000 l59.669 l3.580 l
wie oben, zusätzlich Waschmaschine96.000 l81.744 l4.905 l
150 m² Gründach (0,3), 4 Personen WC, 100 m² Garten36.000 l59.669 l2.160 l (Deckung 60 %)
100 m², 700 mm, 2 Personen WC, kein Garten56.000 l24.835 l1.490 l

Die Dachfläche ermittelt der Dachflächen-Rechner – für den Ertrag zählt aber die Grundfläche. Wie viel ein Teich oder Pool fasst, zeigt der Pool-Volumen-Rechner.

Grenzen

Die 6-%-Regel ist eine Faustformel für Häuser; Gemeinden und Fachplaner rechnen größere Anlagen nach DIN 1989-100 mit Monats- oder Tagessimulation. Der örtliche Niederschlag schwankt stark – Werte liefert der Deutsche Wetterdienst. Filterverluste, Überlauf und Trockenperioden sind nur über den Beiwert und die Faustregel erfasst.

Häufige Fragen

Wie groß sollte eine Zisterne sein?

Faustregel: der kleinere Wert aus Jahresertrag und Jahresbedarf mal 0,06. Für ein Einfamilienhaus mit 4 Personen (WC) und 100 m² Garten sind das rund 3.600 Liter.

Wie viel Regenwasser liefert ein Dach?

Dachgrundfläche × Niederschlag × Beiwert. 100 m² Schrägdach bei 700 mm Regen liefern 100 × 700 × 0,8 = 56.000 Liter im Jahr.

Wie viel Wasser braucht die Toilettenspülung?

Laut Umweltbundesamt 27 % des Verbrauchs von 126 Litern pro Person und Tag, also rund 34 Liter pro Person und Tag oder 12.400 Liter im Jahr.

Wie viel Wasser braucht ein Garten?

Je nach Pflanzen und Region 80 bis 200 Liter je m² und Jahr. Für 100 m² Rasen und Beete also 8.000 bis 20.000 Liter.

Zählt die schräge Dachfläche oder die Grundfläche?

Die Grundfläche (überdachte Fläche). Der Regen fällt senkrecht; ein steiles Dach fängt nicht mehr Wasser als ein flaches mit gleicher Grundfläche.

Lohnt sich eine Zisterne bei einem Gründach?

Nur begrenzt: Ein Gründach mit 10–15 cm Aufbau gibt nur etwa 30 % des Regens ab. Mit 150 m² Dach und 800 mm Regen sind das 36.000 Liter im Jahr.

Quellen und Rechtsgrundlagen

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