Farbenblindheit-Simulator: Bilder und Farben prüfen

Der Farbenblindheit-Simulator zeigt, wie Ihr Diagramm, Logo oder Foto für Menschen mit Farbsehschwäche wirkt. Laden Sie ein Bild hoch oder vergleichen Sie zwei Farben – Sie sehen es sofort in vier Sehweisen. Gerechnet wird im Browser nach dem Modell von Machado et al. (2009).

Quelle: Machado, Oliveira, Fernandes (2009): A Physiologically-based Model for Simulation of Color Vision Deficiency, IEEE TVCG 15(6). Stand: .

Farbpaar prüfen

SehweiseFarbe 1Farbe 2ΔE
ΔE = Farbabstand (CIELAB). Je kleiner der Wert, desto ähnlicher wirken die beiden Farben.

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Ein Bild (JPG, PNG, WebP, HEIC …), bis 50 MB

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Simuliertes Bild

Wählen Sie ein Bild – danach sehen Sie es hier in vier Sehweisen.

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    Ergebnis

    So wird gerechnet

    Etwa jeder zwölfte Mann hat eine Farbsehschwäche (National Eye Institute), meist eine Rot-Grün-Schwäche; bei Frauen ist sie deutlich seltener. Wer Diagramme, Karten, Logos oder Warnhinweise gestaltet, prüft deshalb besser, ob die Farben auch dann unterscheidbar bleiben. Dieser Simulator zeigt Bilder und Farbpaare so, wie sie mit den häufigsten Formen der Farbsehschwäche wahrgenommen werden.

    So funktioniert's

    1. Farbpaar prüfen: Zwei Farben wählen, etwa Rot und Grün einer Ampel-Grafik. Die Tabelle zeigt beide Farben für jede Sehweise und den Farbabstand ΔE.
    2. Bild prüfen: Ein Bild hineinziehen – es erscheint im Original und in vier Simulationen nebeneinander.
    3. Mit „Ausprägung“ lassen sich auch schwächere Formen (Anomalien) annähern; „Simulation speichern“ lädt das Bild in voller Größe herunter.

    Das Modell dahinter

    Die Umrechnung folgt dem physiologisch begründeten Modell von Machado, Oliveira und Fernandes (IEEE Transactions on Visualization and Computer Graphics, 2009). Es beschreibt, wie sich die Empfindlichkeit der Zapfen im Auge verschiebt, und liefert für jede Form eine 3 × 3-Matrix. Die Matrizen wirken auf lineares RGB; die Farben werden daher zuerst aus sRGB linearisiert (IEC 61966-2-1) und danach zurückgerechnet. Die Achromatopsie wird über die relative Luminanz dargestellt. Der Farbabstand ΔE ist die euklidische Distanz im CIELAB-Farbraum.

    Ehrliche Grenzen

    Eine Simulation ist eine Näherung: Farbwahrnehmung ist individuell, und Bildschirme zeigen Farben unterschiedlich. Schwächere Ausprägungen werden hier linear zwischen normalem Sehen und der Dichromasie interpoliert – das Paper berechnet dafür eigene Matrizen. Der Simulator ersetzt keinen Sehtest beim Augenarzt und korrigiert keine Farbsehschwäche.

    Datenschutz

    Ihr Bild wird nur im Browser verarbeitet und nicht hochgeladen.

    Häufige Fragen

    Wie sehen Farbenblinde Rot und Grün?

    Bei Protanopie und Deuteranopie verschwimmen Rot, Grün und Braun zu ähnlichen Gelb-Oliv-Tönen. Wählen Sie oben Rot und Grün als Farbpaar: Der Farbabstand ΔE sinkt in diesen Sehweisen deutlich.

    Kann ich ein eigenes Bild im Farbenblind-Simulator hochladen?

    Ja. Ziehen Sie ein Foto, einen Screenshot oder eine Grafik in das Feld. Das Bild wird nur in Ihrem Browser umgerechnet und nicht hochgeladen.

    Was ist der Unterschied zwischen Protanopie, Deuteranopie und Tritanopie?

    Bei Protanopie fehlen die rotempfindlichen Zapfen, bei Deuteranopie die grünempfindlichen, bei Tritanopie die blauempfindlichen. Die beiden ersten sind die häufige Rot-Grün-Schwäche, die dritte ist selten.

    Wie wähle ich Farben, die auch Farbenblinde unterscheiden?

    Kombinieren Sie Farben mit deutlich unterschiedlicher Helligkeit, zum Beispiel Dunkelblau und Orange, und ergänzen Sie Farbe durch Formen, Muster oder Beschriftungen. Prüfen Sie Ihr Farbpaar hier in allen Sehweisen.

    Kann der Simulator Farbenblindheit korrigieren?

    Nein. Er zeigt nur, wie Farben mit einer Farbsehschwäche ungefähr wirken. Eine Diagnose stellt der Augenarzt.

    Quellen und Rechtsgrundlagen

    Stand:

    Passende Werkzeuge