JSON formatieren, validieren und minifizieren
JSON einfügen – das Tool prüft sofort, ob es gültig ist, zeigt die genaue Fehlerstelle mit Erklärung und gibt das Ergebnis formatiert oder minifiziert zum Kopieren aus. Nichts wird hochgeladen.
So wird gerechnet
Was das Tool prüft
Grundlage ist RFC 8259, der Internet-Standard für JSON (inhaltlich gleich mit ECMA-404). Das Tool liest Ihren Text mit einem eigenen Parser Zeichen für Zeichen und hält beim ersten Verstoß an. Die Meldung nennt Zeile und Spalte, zeigt die Stelle mit einer Markierung ^ und erklärt, was dort nicht stimmt – in jedem Browser gleich, denn die eingebauten Meldungen von JSON.parse unterscheiden sich je nach Browser und sind oft wenig hilfreich („Unexpected token“).
Die häufigsten JSON-Fehler
- Komma nach dem letzten Eintrag:
{"a": 1,}– in JavaScript erlaubt, in JSON nicht. - Einfache Anführungszeichen oder Schlüssel ohne Anführungszeichen:
{'a': 1},{a: 1}– richtig ist{"a": 1}. - Kommentare (
//,/* */) gibt es in JSON nicht. - Werte aus JavaScript oder Python:
undefined,NaN,Infinity,True,None– erlaubt sind nurtrue,false,null. - Zahlen: keine führende Null (
012), kein+1, kein.5oder5., kein Hex (0x1F). - Strings: ein Zeilenumbruch oder Tab muss als
\nbzw.\tgeschrieben werden, ein einzelner Backslash als\\(typisch bei Windows-Pfaden). - Unsichtbare Zeichen: ein geschütztes Leerzeichen (U+00A0) aus Word oder einer Webseite ist für JSON kein Leerraum.
Formatieren, Minifizieren, Sortieren
Das Ergebnis wird aus dem geprüften Inhalt neu geschrieben: Formatieren rückt jede Ebene mit 2 oder 4 Leerzeichen bzw. einem Tab ein, Minifizieren entfernt jeden überflüssigen Leerraum (kleinste Datei). Zahlen und Strings bleiben zeichengenau erhalten – anders als bei JSON.parse + JSON.stringify wird aus 1.0 nicht 1 und aus 12345678901234567890 keine gerundete Zahl. Sortieren ordnet die Schlüssel nach Unicode-Codeeinheiten wie im JSON Canonicalization Scheme (RFC 8785): Großbuchstaben vor Kleinbuchstaben, Umlaute danach.
Hinweise statt Fehler
Doppelte Schlüssel im selben Objekt sind laut RFC 8259 nicht verboten, aber unzuverlässig: Die meisten Programme behalten nur den letzten Wert. Ein Byte Order Mark am Anfang darf ein Leser ignorieren – das Tool tut das und meldet es.
Grenzen
Geprüft wird die Syntax, nicht der Inhalt: Ob Pflichtfelder fehlen oder Datentypen passen, klärt erst ein JSON Schema. Spalten zählen Unicode-Zeichen ab 1 (ein Tab = 1 Zeichen); Editoren mit Tab-Breite 4 zeigen dort eine größere Spalte. Die Eingabe ist auf 5 Millionen Zeichen und 1.000 Verschachtelungsebenen begrenzt.
Häufige Fragen
Wird mein JSON hochgeladen oder gespeichert?
Nein. Prüfen und Formatieren laufen vollständig in Ihrem Browser. Der Text erscheint auch nicht in der Adresszeile und wird nicht gespeichert – nur die Optionen (Ausgabe, Einrückung, Sortieren) stehen im Link.
Warum sind Kommentare und Kommas am Ende verboten?
JSON ist bewusst minimal gehalten, damit jede Programmiersprache es gleich liest. Kommentare und abschließende Kommas erlauben erst Erweiterungen wie JSON5 oder JSONC (z. B. in VS-Code-Einstellungen) – als JSON sind solche Dateien ungültig.
Mein JSON ist gültig, aber das Programm lehnt es trotzdem ab – warum?
Dann passt meist der Inhalt nicht zu dem, was das Programm erwartet: ein fehlendes Pflichtfeld, eine Zahl statt eines Strings oder ein anderer Aufbau. Das beschreibt ein JSON Schema bzw. die Dokumentation der Schnittstelle. Prüfen Sie außerdem die Hinweise auf doppelte Schlüssel.
Stimmt die Zeilen- und Spaltenangabe mit meinem Editor überein?
Zeilen immer. Spalten zählen Zeichen ab 1, ein Tab zählt als ein Zeichen, ein Emoji ebenfalls. Editoren, die Tabs als 4 Stellen anzeigen, nennen dort eine höhere Spalte. Mit „Zur Fehlerstelle springen“ setzen Sie den Cursor direkt an die Stelle.
Wie finde ich den Fehler bei „unerwartetes Ende“?
Dann fehlt fast immer eine schließende Klammer } oder ] oder ein Anführungszeichen. Die Meldung nennt die Zeile der Klammer, die nie geschlossen wird – von dort aus lohnt der Blick auf das Ende des Blocks.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- STD 90, §§ 2–9: IETF RFC 8259 – The JavaScript Object Notation (JSON) Data Interchange Format
- ECMA-404 – The JSON Data Interchange Syntax, 2nd edition
- § 3.2.3: IETF RFC 8785 – JSON Canonicalization Scheme (Sortierung der Schlüssel)
- JSONTestSuite (Nicolas Seriot) – Testfälle für JSON-Parser
Stand:
Passende Werkzeuge
- XML und CSV online prüfenXML auf Wohlgeformtheit prüfen, CSV nach RFC 4180 validieren: Fehler mit Zeile und Spalte, Trennzeichen automatisch erkennen, Tabellenvorschau. Lokal.
- Regex-TesterReguläre Ausdrücke (JavaScript) live testen: Treffer markiert, Gruppen als Tabelle, Muster Schritt für Schritt erklärt. Kostenlos, ohne Upload.
- Base64 kodieren und dekodierenBase64 und Base64url kodieren/dekodieren mit korrektem UTF-8, dazu URL-Encode/Decode (Prozent-Kodierung). Mit Fehlerprüfung, lokal im Browser.
- Hash-Generator: SHA-256, SHA-512, SHA-1, MD5SHA-256, SHA-384, SHA-512, SHA-1 und MD5 von Text oder Datei berechnen und Prüfsummen vergleichen – lokal im Browser, ohne Upload, kostenlos.
- UUID-Generator: UUID v4 und v7 erzeugen und prüfenUUIDs online erzeugen: Version 4 (zufällig) oder Version 7 (zeitsortiert), bis zu 1000 auf einmal. UUID prüfen und Version, Variante und Zeitpunkt auslesen.
- Unix-Zeitstempel umrechnenUnix-Timestamp in Datum umrechnen und zurück: Sekunden, Millisekunden, Mikro- und Nanosekunden automatisch erkannt, Ausgabe in UTC, Ortszeit, ISO 8601.